Die Backsteinkirche mit fünf Kuppeln, einem dreiteiligen Altarraum und einer niedrigen, säulenlosen Traufe, die im Westen angrenzt, sowie einem spitzen Glockenturm, erhob sich auf einem hohen Hügel und schmückte das Dorf. Bis heute ist eine Steintafel an der Wand der Kirche mit der Chronik ihres Baues erhalten geblieben.
Die Kirche war mit einem Gürtel aus bunten Fliesen am Gesims geschmückt, und darüber waren die halbrunden Zierleisten mit lebhaften Darstellungen von Cherubim aus Fliesen dekoriert. Ihre blauen Flügel und Köpfe hoben sich vor dem weißen Putz ab und verliehen dem oberen Teil der Kirche Ausdruckskraft. Ursprünglich schmückten Fliesengürtel alle fünf Kuppeln der Kirche, und die letzte Reihe krönte die Tamboure unter den Kuppeln, aber bis heute sind sie nicht erhalten geblieben. Diese Fliesen verliehen der bescheidenen Kirche eine exquisite Pracht: Auf grünem Hintergrund hoben sich geometrische Muster hervor, die an Blütenstände erinnerten und in Gelb, Blau und Weiß gefärbt waren. Das Erscheinen der Fliesen an den Fassaden der Kirche steht im Zusammenhang damit, dass B. M. Chitrovo die Waffenkammer leitete, wo Meister eingeladen wurden, um diese Arbeit zu verrichten.
Auf dem Glockenturm waren einst seltene „Kampfuhren mit Zeigerkreis“ installiert, die für Kirchen jener Zeit typisch waren. Die Ikonen für den reich verzierten Ikonostase wurden von den besten Künstlern der Waffenkammer gemalt.
Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erheblichen Umbauten unterzogen: Einer der Seitenaltäre wurde in einen neuen, zu Ehren des heiligen Johannes Chrysostomus, umgebaut, der Altarbereich wurde mit einem vier-säuligen Portikus vergrößert. Der Glockenturm wurde umgebaut, und durch ihn wurde nun der Zugang zur Kirche ermöglicht. Die Innenmalerei der Kirche wurde von Palekh-Meistern erneuert.
Die Kirche wurde zu Beginn der 1930er Jahre geschlossen, ihre Kuppeln wurden abgerissen und der Glockenturm abgebaut. Alles Wertvolle, einschließlich der kirchlichen Utensilien und Ikonen, wurde beschlagnahmt. Die alten Ikonen, die 1673 in der Waffenkammer gemalt wurden, gelangten später in die Tretjakow-Galerie: „Die Verkündigung“ (Meister S. Ushakov), „Die Begegnung“ (Ikonenmaler Andrei), „Die Kreuzigung“ (Meister G. Zinovyev), „Der Einzug in Jerusalem“ (Meister F. Kozlov), „Die Auferstehung des Lazarus“ (Meister N. Pavlovets), „Der Tod der Gottesmutter“ (Meister I. Filatyev), „Die Auferstehung“.
In dem teilweise umgebauten Raum der Kirche befand sich in den Nachkriegsjahren eine Fabrik zur Herstellung von Farbstoffen, später ein Lager und später eine Werkstatt für technische Wartung.
Die Gottesdienste in der Kirche wurden im Herbst 1992 wieder aufgenommen.
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