Die obere Straße der Moskauer war als aristokratisches Viertel bekannt. Dieser Status wurde durch alles um ihn herum bestätigt: von den reichen Kaufmannshäusern bis zum prestigeträchtigen Hotel des Herrn Warenzow in der Moskauer Straße 1.
Das Hotel wurde in den 1850er Jahren eröffnet und wurde schnell zum teuersten Hotel der Stadt. Im Inneren befand sich eine schmiedeeiserne Treppe, und die Lobby war mit luxuriösen Möbeln ausgestattet. Die Journalisten der "Gubernskij Wedomosti" schrieben: "Ein Zimmer für 2 Rubel umfasst eine Diele, einen separaten Empfangsraum und ein Schlafzimmer. Das Gebäude verdient Aufmerksamkeit sowohl durch sein äußeres Erscheinungsbild als auch durch die prächtige Lobby mit den gusseisernen Treppen. Es ist wirklich ein ruhiger, sauberer und geräumiger Ort mit eleganten Möbeln."
Interessanterweise wurden im Hotel in der Moskauer Straße 1 zwei Gefangene des Krimkriegs festgehalten: Oberst Henry Etwill Lake und Major Thompson. Gouverneur Panchulidzev behandelte sie wie königliche Personen und versorgte sie mit allem Notwendigen. Die englischen Militärs hinterließen ihre Eindrücke über das Hotel in Penza: "Das Mittagessen kostete einen Rubel, das Frühstück ein Viertel, erinnerte sich Oberst Lake, aber die Weine waren übermäßig teuer. Ich würde jedem Reisenden raten, auf Champagner und sogar Bier zu verzichten. Sekt würde 6 Rubel oder ein Pfund Sterling kosten." Außerdem hatten die Gefangenen eigene Diener.
Zu Beginn des nächsten Jahrhunderts erhielt das Hotel eine neue Entwicklung. Im Jahr 1904 kaufte der Kaufmann Michail Kartaschow es, der begann, das Hotel nach den neuesten europäischen Modetrends und Ingenieurtechniken einzurichten. Die Zimmer waren mit teuren Möbeln ausgestattet, die Böden mit Teppichen belegt, und die Wände mit Kopien von Gemälden russischer Wanderer dekoriert. In einigen Zimmern gab es Elektrizität, was damals als Neuheit galt. Um den Kunden zu gefallen, kaufte Kartaschow eine 6-sitzige „Ford“-Kutsche, die die Gäste von Penza-I abholte. Später wurde im Erdgeschoss ein Café eröffnet. Jetzt konnten die Kunden nicht mehr für Lebensmittel einkaufen, sondern nach unten gehen und günstig zu Mittag oder zu Abend essen. Frühstück wurde von 11 bis 14 Uhr serviert (zwei Gerichte und Kaffee kosteten 50 Kopeken), Mittagessen von 14 bis 18 Uhr (vier Gerichte kosteten 60 Kopeken, und sechs Gerichte 1 Rubel). Die Lebensmittel kamen aus Moskau: Rebhühner, Wachteln, Fasanen, Beluga, Stör, Forelle, Lachs, Blumenkohl, Spargel und andere Delikatessen. Außerdem wurde eine große Auswahl an Süßigkeiten angeboten: Kekse, Törtchen, Kuchen, Knödel, Schokoladensüßigkeiten und vieles mehr. Verkauft wurde auch das Mineralwasser des Kommandanten des Winterpalastes, Wladimir Vojeikov.
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