Das moderne Anwesen Nr. 12 in der Rojdestvenskaja-Straße gehörte im 17. Jahrhundert den Fürsten Ljwows. 1773 wurde es Eigentum des wirklichen Staatsrates Jakow Andrejewitsch Maslow. Zu dieser Zeit wurde das Hauptgebäude im Hof mit zwei Flügeln, die zur Straße hinausgingen, erbaut.
Am Ende des 18. Jahrhunderts ging das Anwesen als Mitgift an den geheimen Rat Fürst Andrej Petrowitsch Obolensky. Seine erste Frau war die Enkelin von J.A. Maslow, Marfa Andrejewna, die 1796 bei der Geburt starb.
1817 wurde Fürst Obolensky Aufseher des Moskauer Bildungsbezirks und nahm aktiv an der Wiederherstellung der Moskauer Universität nach dem Brand von 1812 teil. Dank seiner Bemühungen wurden neue Gebäude der Universität errichtet, das Gebäude des Adelsinternats renoviert und wissenschaftliche Sammlungen erworben und systematisiert.
Ein Teil des Anwesens wurde vermietet. In den 1840er und 1850er Jahren befand sich hier die Werkstatt von N.P. Chitrow, wo der General A.P. Jermolow das Buchbinderhandwerk erlernte.
In den 1860er Jahren verkauften die Erben Obolenskys das Anwesen an den Moskauer Kaufmann A.K. Beckers. 1874 erwarb der Kaufmann 1. Gilde Alexander Nikiforowitsch Pribylow das Anwesen, der durch den Handel mit Garn und Fäden reich wurde und viele Häuser in Moskau kaufte. Ihm gehörte auch das Haus Nr. 4 in der Rojdestvenskaja-Straße, an dessen Stelle später das Gebäude "Detski Mir" errichtet wurde.
Nach dem Tod von A.N. Pribylow ging das Anwesen an seine Witwe Klawdia Iwanowna über. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Gebäude des Anwesens mehrfach umgebaut, unter anderem 1896 nach den Plänen des Architekten I.A. Iwanow-Schiz. Die Flügel wurden bis zur Höhe des Hauptgebäudes aufgestockt und wurden zu Mietskasernen. Besonders auffällig sind die Balkone mit eleganten Gitterwerken. Einige Elemente der Fassade sind vom ursprünglichen Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten geblieben.
Am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich im Haus das Hotel "Berlin" mit Restaurant und Garten. Hier übernachteten der Künstler W.W. Vereschagin und der Pianist P.A. Papst. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Hotel in "Paris-England" umbenannt.
Der letzte Eigentümer vor der Revolution war Nikolai Timofejewitsch Solowjow. Derzeit wird das Gebäude vom Institut für Orientalistik der Russischen Akademie der Wissenschaften genutzt und steht unter staatlichem Schutz.
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