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Brunnen und Kaskaden

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Am 20. August 1721 wurden in Peterhof zum ersten Mal die berühmten Brunnen und Kaskaden in Betrieb genommen, die zu einem Denkmal der weltweiten Wasserbaukunst des 18. und 19. Jahrhunderts wurden.

Die Idee, eine Sommerresidenz zu schaffen, die in ihrer Pracht dem französischen Versailles nicht nachsteht, kam Peter I. 1714 nach dem Sieg der russischen Flotte über die Schweden bei Gangut. Peterhof wurde als majestätisches Symbol des heldenhaften Kampfes des russischen Volkes um den Zugang zur Ostsee konzipiert. Die Entwicklung des Wasserversorgungssystems wurde dem russischen Meister Wasilij Tuvolkov anvertraut, der in Holland und Frankreich ausgebildet wurde. Im Sommer 1721 wurde unter seiner Leitung eine Schwerkraft-Wasserversorgung mit einer Länge von 24 km, einschließlich Schleusen und Kanälen, gebaut. Das Wasser aus den Gewässern der Ropshinschen Höhen floss durch diesen Kanal in die Speicherbecken des Oberen Gartens und speiste die Brunnen.

Anfang August 1721 wurde der Bau des Kanals von den Gewässern des zukünftigen Englischen Parks zu den Quadratischen Teichen des Oberen Gartens abgeschlossen. Am 19. August erfuhr Peter I., dass der Kanal von dem Fluss zu den Hauptwasserleitungen von Peterhof ausgehoben war. Am selben Tag begab er sich zu den Ropshinschen Höhen und öffnete den Wasserfluss durch die neue Wasserversorgung. Bis zum Morgen des nächsten Tages hatte das Wasser Peterhof erreicht und die Gewässer der Brunnen und Kaskaden gefüllt. Seitdem speist das System ohne Pumpen die Brunnen und die Stadt durch Schwerkraft mit Wasser.

Im Jahr 1726 wurden unter der Leitung des Architekten T. N. Usow die Brunnen Adam und Eva in Betrieb genommen. Im Unteren Park, der aus sechs Gärten besteht, wurden die Brunnen „Drache“, „Labyrinth“, zwei „Römische“ Brunnen, die Kaskade „Schachberg“ und die Scherzbrunnen eröffnet. 1734 wurde zum 25. Jahrestag des Sieges von Poltawa ein grandioser Brunnen mit der monumentalen Gruppe „Samson, der das Maul des Löwen zerreißt“ von B. F. Rastrelli geschaffen. Die Arbeiten zur Schaffung des Ensembles dauerten zwei Jahrhunderte. An ihnen waren herausragende Architekten wie J.-B. A. Leblon, N. Miketti, M. G. Semzow, F. B. Rastrelli, J. M. Felten und A. I. Stakenschneider beteiligt. Dank ihrer Arbeiten verwandelte sich das Anwesen mit kleinen Palästen wie Monplaisir, Marly und dem Pavillon des Ermitage in die „Hauptstadt der Brunnen“ und wurde zu einem Juwel der Weltarchitektur.

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Фонтаны и каскады

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