Am 16. April 1898 begann der Bau des Gebäudes für die zukünftige Eparchialschule. Die Arbeiten wurden unter der Leitung erfahrener Ingenieure durchgeführt und erfolgreich innerhalb von drei Jahren abgeschlossen.
Am 11. September 1901 führte der Bezirksingenieur N.F. Kunduchow eine Inspektion des neuen Gebäudes durch und stellte keine Mängel fest. In der Zeitung wurde vermerkt:
"Das Gebäude ist ein majestätisches dreigeschossiges Bauwerk mit einer schönen Fassade, die zur Kotlyarov-Straße (heute Sedina) zeigt. In Bezug auf Größe und architektonische Schönheit nimmt es den ersten Platz in der Stadt ein, nur übertroffen vom Gebäude des Bezirksgerichts, und das nur in Bezug auf die Größe, und ist ein wertvoller Schmuck für diesen Teil der Stadt."
Das Gebäude zeichnete sich durch kunstvolle Steinmauerwerk, eine Vielzahl von Fensteröffnungen und einen reichen Fassadenschmuck aus. Über dem Eingang, auf der Ebene des dritten Stocks, wurde anstelle von Fenstern ein farbiger Glasfenster installiert. Die hohe, längliche Dachform, bedeckt mit schuppigem, gewelltem verzinktem Eisen und geschmückt mit einer filigranen vergoldeten Veranda, sowie die elegante, vielschichtige Kuppel mit einem strahlenden Kreuz zogen die Aufmerksamkeit auf sich.
In der Schule wurden Mädchen aufgenommen, die die drei Klassen der kirchlichen Grundschule abgeschlossen hatten, und sie wurden dort acht Jahre lang in Vollpension unterrichtet. Nach dem Abschluss erhielten sie den Titel einer Dorfschullehrerin und konnten bis zur fünften Klasse an einem Gymnasium unterrichten.
Die Schülerinnen erhielten eine Uniform: ein braunes Wollkleid und eine schwarze Schürze, und für den Kirchenbesuch war das Tragen einer weißen Festschürze erlaubt. In den höheren Klassen wurde die Uniform durch ein schöneres Kleid in lila Farbe ersetzt.
Im Jahr 1913 wurden an den Hauptbau Seitenanbauten hinzugefügt und ein separates zweigeschossiges Haus im gleichen Stil errichtet.
Der letzte Jahrgang fand 1917 nach der Februarrevolution statt. Unter den Absolventinnen der Eparchialschule von Jekaterinodar waren viele talentierte Lehrerinnen für Grundschulen. Besonders hervorzuheben ist Walentina Chrysanthowna Lototskaja (in der Ehe Kirliyan), bekannt für ihren scharfen Verstand und ihr Forschungstalent. Sie und ihr Mann entdeckten und erforschten ein "neues Phänomen" in der Natur, bekannt als der "Kirlian-Effekt".
In den Jahren 1920-1921 war im Gebäude ein Krankenhaus untergebracht. Nach dem Großen Vaterländischen Krieg wurde in dem Teil, wo ursprünglich die Kapelle war, ein Sportraum eingerichtet. Während des Krieges wurde das Gebäude stark beschädigt, und nach der Rekonstruktion im Jahr 1950 erhielt es sein heutiges Aussehen. Die Fassade wurde vereinfacht, und die Kuppel der Hauskirche sowie das schuppige Dach wurden abgerissen.
Heute befindet sich in diesem Gebäude die Medizinische Akademie.
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