Fjodor Jegorowitsch Janakiew war einer der führenden Investoren des Russischen Kaiserreichs, der aktiv in die Entwicklung von Eisenbahnen, die Modernisierung von Seehäfen, den Bau von Kohlenbergwerken und Industriebetrieben sowie in die Planung der Hauptstadt investierte. Er wurde in eine wohlhabende Adelsfamilie geboren, erreichte jedoch seinen Erfolg selbstständig und wurde zu einem echten Self-Made-Man.
Janakiew schloss das Institut für Ingenieure des Eisenbahnwesens ab und begann 1876 bei der Nikolaijew-Eisenbahn zu arbeiten. Dank seines Organisationstalents machte er schnell Karriere und wurde bald Mitglied des Vorstands der Baltischen Eisenbahngesellschaft. Zu dieser Zeit hatte er die Idee, eigene Geschäftsprojekte zu starten.
Fjodor Jegorowitsch gründete eine russisch-belgische Gesellschaft, zog ausländische Investoren an und bot ihnen an, in die Entwicklung von Kohlenbergwerken im Donbass und den Bau eines Metallurgiewerks zu investieren. Die Perspektiven waren vielversprechend: hohe Gewinne, entwickelte Verkehrsinfrastruktur im Süden Russlands und qualifizierte Arbeitskräfte. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen, und Janakiew schrieb später: "In die wasserlose Steppe sind nun 40.000 Seelen gezogen, die dort Mittel zum Leben gefunden haben."
Mit jedem Jahr stieg der Export der Produkte, und es entstand die Notwendigkeit, den Absatz von Kohle und Waren zu erweitern. Janakiew und die Investoren beschlossen, die Fracht auch über das Meer zu versenden. Zu diesem Zweck modernisierten und erweiterten sie den Hafen von Mariupol. Gleichzeitig legte Janakiew eine neue Eisenbahnlinie durch den Donbass.
Später wandte sich Fjodor Jegorowitsch Aserbaidschan zu, wo er ebenfalls die lokalen Bergwerke entwickelte und Fabriken baute. Obwohl sein Geschäft im Süden Russlands konzentriert war, zog er es vor, in Petersburg zu leben und kümmerte sich um seine Stadt. Janakiews innovative Ideen lagen weit vor ihrer Zeit. Zum Beispiel schlug er 1912 den Bau einer U-Bahn vor, um die Straßen der Hauptstadt zu entlasten. Fjodor Jegorowitsch starb 1915 im Alter von 63 Jahren.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.