Die Kirche ist im russischen Stil erbaut und hat eine für das Wolgagebiet charakteristische Schiffsform, in der die Speisehalle, der Hauptgebetsraum und der Altar nacheinander angeordnet sind. Der Hauptkörper des Tempels besteht aus einem zweigeschossigen Quader. An einer Seite schließt sich eine rechteckige Apsis mit einem polygonalen Vorsprung in der Mitte an, auf der anderen Seite die Speisehalle. Das Gebäude der Kirche ist nicht verputzt, und dekorative Ziegelmauerwerk wird verwendet, um den Fassaden plastische Ausdruckskraft zu verleihen. An den südlichen und nördlichen Fassaden der ersten Etage des Quaders befinden sich Türöffnungen mit halbrundem Abschluss, umrahmt von hohen Fenstern.
Die Dekoration des Tempels umfasst einen Bandrustika, der gleichmäßig die Wände aller Teile des Gebäudes bedeckt, ein Attik mit einer Reihe identischer halbrunder Kokoschnik, die den oberen Teil des Quaders umgeben, und die Umrahmungen der Bogenfenster, die aus Ziegelvorsprüngen bestehen, die an dünnen Halbsäulen ruhen.
Die Kirche ist von einer hohen Ziegelmauer umgeben, die durch Lisenen gegliedert und mit einem Fries aus drei Reihen perspektivischer Ziegelmauerwerk abgeschlossen ist.
Die Geschichte des Anwesens, auf dem der Tempel steht, beginnt im Jahr 1858. Damals erhielt der Vorsitzende der Abteilung für Pachtverhältnisse M.N. Murawjow einen Bericht über die Notwendigkeit, hier eine Nikolaus-Einheitskirche zu bauen, um gegen die Spaltung zu kämpfen. Mit einem Erlass des Heiligen Synods vom 30. Juni 1858 wurde der Bau einer vorübergehenden Einheitskirche genehmigt. Die Mittel für ihren Bau wurden mühsam gesammelt, hauptsächlich durch den Stadtoberhaupt Kaufmann S. Schambarow sowie durch Spenden von Pachtbauern. Die aus Holz gebaute Kirche, die auf einem steinernen Fundament errichtet und mit Schindeln verkleidet war, erstreckte sich von Südwesten nach Nordosten und bestand aus drei Teilen: einem quadratischen, zweigeschossigen Quader, einer niedrigeren Speisehalle und einer rechteckigen, verengten Apsis.
Die Holzkirche hat bis heute nicht überlebt. An ihrer Stelle wurde ein steinerner Tempel mit demselben Namen erbaut, der sich jetzt in einem halbzerstörten Zustand befindet und als Produktionsraum genutzt wird.
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