Der Protopopow-Passage verläuft nach Osten von der Prospekt Mira, ungefähr in der Mitte zwischen dem Gartenring und dem Dritten Transportring (Platz "Kresty", Platz am Rigaer Bahnhof). Er verbindet die Anfangsabschnitte der Haupt- und der Umgehungsstraße der Jaroslawler Chaussee, nämlich den Prospekt Mira und die Perejaslawskaja Straße. Dieses Gebiet Moskaus wurde relativ spät erschlossen. Im Jahr 1706 wurde der Apotheker-Garten hierher, in das unbewohnte Gebiet östlich der Rostowskaja Chaussee, verlegt, der zuvor in der Nähe des Kremls auf der Wosdwischenka lag (das Gebiet des Anwesens Talizyn, heute das A.V. Schtschussew Architektur-Museum). Im Jahr 1806 wurde der Garten an die Moskauer Universität übertragen und bildete die Grundlage für den Botanischen Garten, der südlich des Protopopow-Passage erhalten geblieben ist, der ursprünglich Apotheker-Garten genannt wurde.
Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nahm der nördliche Teil des bereits als Protopopow-Passage bekannten Gebiets (wahrscheinlich nach dem Nachnamen des Eigentümers eines der Grundstücke) die Brüderliche Gesellschaft ein. Mit ihren Mitteln wurde hier ein Wohltätigkeitskomplex errichtet, der ein Haus für günstige Wohnungen und das Marienheim umfasste. Der Architekt war I.P. Maschkow, der die Position des Architekten der Brüderlichen Gesellschaft innehatte.
Der Komplex der günstigen Wohnungen im Protopopow-Passage ist interessant, da er in mehreren Etappen in kurzer Zeit erbaut wurde. Er besteht aus mehreren niedriggeschossigen Gebäuden. Die ersten Entwürfe wurden 1890 von I.P. Maschkow entwickelt, und der Bau wurde 1898 abgeschlossen. Die Hauptanforderung war die Kostensenkung beim Bau, daher sind die Gebäude bescheiden dekoriert, aber bereits in der ersten Phase wurden klassische Giebel in die Fassaden integriert.
Im Jahr 1910 wurden die Gebäude renoviert und dekorative Reliefs im Empire- und Neo-Empire-Stil hinzugefügt. Diese Arbeiten wurden im Vorfeld des 100. Jahrestages des Vaterländischen Krieges von 1812 durchgeführt, als in Moskau die Verwendung von Elementen der Architektur "nach dem Brand von Moskau" populär war.
Derzeit werden im Gebäude unterstützende Reparaturen und Anpassungsarbeiten für die moderne Nutzung durchgeführt.
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