Das Museum befindet sich in einem Gebäude, in dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts der kostromische Bürgermeister Gennadij Botnikov lebte. Dieses "Haus des Stadtoberhaupts" wurde restauriert, und die Innenräume der Zimmer wurden wiederhergestellt. Im Museum finden interaktive Führungen für Besucher statt.
Schwere Vorhänge an den Fenstern, Teppiche und solide Möbel, all dies sind Exponate, aber ohne Absperrungen und Bänder. Es scheint, als würde man nicht in ein Museum eintreten, sondern zu einem wohlhabenden Kostromiter des vergangenen Jahrhunderts, der gerade das Haus verlassen hat und eine unlesene Zeitung neben dem Rattanstuhl zurückgelassen hat.
Gennadij Botnikov, Ehrenbürger von Kostroma und ihr Oberhaupt, hatte dieses Amt 14 Jahre bis 1912 inne. Er hat viel für die Stadt getan: Er führte ein Telefonnetz ein, eröffnete mehrere Schulen, ein Arbeitsheim und eine Bibliothek. 1908 baute er in der Marjinskaja-Straße, heute Swerdlowa, ein Herrenhaus im Jugendstil mit einer Fläche von 350 Quadratmetern.
Die Idee, das Gebäude wiederherzustellen und ein Museum zu schaffen, stammt von Nikolaj Kuzovlew. Dieser Moskauer Geschäftsmann und Mäzen beschäftigt sich mit der Restaurierung von Architekturdenkmälern. Das Gebäude wurde verputzt, die Stuckarbeiten an den Fenstern wurden wiederhergestellt und die Ausstattung aller 10 Zimmer erneuert. Antike Möbel wurden angeschafft: Eichen-Schränke, ein holländisches Buffet mit Glasmalerei, Marmortische und deutsches Geschirr.
Die Besucher des Museums können in die Atmosphäre eines geselligen Salons eintauchen. Die Gäste werden im Vorraum empfangen und in das Esszimmer zum Tee eingeladen, wo man zusammen mit der Geschichte des Hauses und seines Besitzers auch städtische Nachrichten und Klatsch aus einem Jahrhundert hören kann. Es werden auch thematische Programme wie Wahrsagungen angeboten.
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