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Haus des Kaufmanns Shishmanov in Krasnodar

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Im Jahr 1914 beschloss der Kaufmann Shishmanov, ein Mietshaus auf einem zuvor ausgewählten Grundstück zu errichten. Das Gebäudeprojekt war ungewöhnlich und originell: Die Fassaden waren mit 12 Balkonen in verschiedenen Formen geschmückt, und auf dem Dach befanden sich Aussichtstürme. Den Abschluss der Komposition bildete ein Attika mit einfacher Reliefgestaltung.

Trotz der scheinbaren Einfachheit beeindruckte das Gebäude die Stadtbewohner mit seiner Majestät.

Die erste Etage mietete Fedor Akimovich Kovalenko für Geschäfte und Werkstätten. Er wollte auch die oberen Etagen für eine Kunstgalerie mieten, aber die hohe Miete, die Shishmanov festgesetzt hatte, war für ihn unerschwinglich.

Mit dem Ausbruch der Revolution verschlechterte sich die finanzielle Lage der Reichen, während die Armen noch ärmer wurden. Im September 1917 wandte sich der Stab des ersten Reserve-Plastun-Bataillons an den Kommissar der Region Kuban, K.L. Bardij, mit der Bitte, das Bataillon im Haus Shishmanov unterzubringen, was eine Enteignung des Gebäudes erforderte. Shishmanov, der das Haus bereits vermietet hatte, stimmte der symbolischen "enteignenden Zahlung" nicht zu. Dennoch blieb das Haus noch einige Zeit in seinem Besitz.

Jekaterinodar war von revolutionären Ereignissen erfasst, und die Stadt wechselte mehrmals zwischen den Händen der Freiwilligen und den roten Kommissaren. Das riesige Haus Shishmanov wurde nach dem Fall der Front zu einem Gefängnis, in dem im Keller besonders gefährliche politische Verbrecher festgehalten wurden. Unter der Sowjetmacht wurden hier sowohl weiße Offiziere als auch Kommunisten festgehalten.

Im März 1922 wurde das Gebäude beschlagnahmt und in eine Kommunalwohnung umgewandelt. In den ehemaligen Gefängnisräumen lebten die Armen. Bald starb E.G. Shishmanov, und das Haus diente weiterhin den Bewohnern als zuverlässiger Unterschlupf.

Mit dem Beginn der Perestroika gab es Veränderungen. Das Haus erlebte zweimal Brände, und der dritte Brand hinterließ nur ein schwarzes Gerüst. Die Wände hielten dank des stabilen Ziegelmauerwerks stand, aber die Innenräume brannten aus.

Das Haus wechselte mehrfach den Besitzer, und die Wiederherstellung zog sich hin. Jetzt sind an der Fassade des Gebäudes drei Erker erschienen, die die Attikageschoss erobert haben, und im Erdgeschoss wurden Schaufenster hinzugefügt. Das Gebäude hat an Leichtigkeit und Luftigkeit gewonnen.

Geo-Punkt

Дом купца Шишманова в Краснодаре

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