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Das Haus von Igumnow

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Zu Neujahr erscheinen auf unseren festlichen Tischen immer Mandarinen, meist aus Abchasien. Diese Früchte sind längst ein unverzichtbares Symbol des Festes geworden. Ihr "festlicher" Status entstand jedoch zufällig dank des Kaufmanns Nikolai Igumnow. Die Geschichte begann Ende des 19. Jahrhunderts, als Nikolai Wassiljewitsch die Jaroslawler Große Manufaktur besaß, die hochwertige Stoffe herstellte.

Als wohlhabender Mann beschloss Igumnow, in Moskau einen echten Palast zu bauen. Der Architekt Nikolai Pozdejev berücksichtigte all seine Wünsche. Der Kaufmann wollte, dass das Haus im neorussischen Stil mit reichem Dekor errichtet wird, um seinen Wohlstand zu demonstrieren. Für das Interieur wurden Gemälde, Möbel und Fliesen von den besten Herstellern Europas und Russlands bestellt. Doch als das Haus fertig war, kritisierten die Moskauer es wegen des fehlenden Stils und des übermäßigen Luxus.

Igumnow feierte die Einweihung groß: Er lud die hohe Gesellschaft ein und streute goldene Münzen in die Zimmer. Dies erregte das Missfallen von Nikolaus II., da auf den Münzen sein Abbild war. Man trat darauf und tanzte, was der Herrscher als Beleidigung auffasste. Danach fiel Igumnow, Gerüchten zufolge, in Ungnade und wurde nach Abchasien verbannt.

Doch Nikolai Igumnow ließ sich nicht entmutigen und widmete sich der Agronomie im Kaukasus. Er begeisterte sich für tropische Früchte und begann, Kiwi, Mango und Zitrusfrüchte, einschließlich Mandarinen, anzubauen, die sich gut auf abchasischem Boden etablierten. Sein Unternehmergeist verließ ihn nicht: Mandarinen wurden zu einem Handelsgut, und später eröffnete er eine kleine Fischkonservenfabrik. In den sowjetischen Jahren wurde sein "experimentelles Anwesen" nationalisiert und in einen Sowchose umgewandelt, wo er bis zu seinem Lebensende als Agronom arbeitete.

Geo-Punkt

Дом Игумнова

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