Filipp Matwejewitsch Akulov, der Ende des 19. Jahrhunderts in Kuban lebte, wurde als zuverlässiger Auftragnehmer und Lieferant von Baumaterialien bekannt. 1893 wurde er Auftragnehmer für den Bau des Palastes des beauftragten Ataman und schloss das Projekt erfolgreich ab. Etwa zur gleichen Zeit baute er in der Jekaterininskaja-Straße ein Herrenhaus nach dem Entwurf von V.A. Filippow für sich selbst. Er hatte immer genug Arbeit: zum Beispiel baute er eine Eisenbrücke über den Fluss Belaja.
Dank seiner Arbeit und Einstellung zum Geschäft erwarb Akulov nicht nur einen guten Ruf, sondern auch Kapital. 1906 erwarb er ein Grundstück an der Ecke der Straßen Krasnaja und Krepostnaja, wo eine alte Hütte stand, und beschloss, ein Mietshaus zu bauen. Das Projekt und die Kostenschätzung wurden von dem jungen Architekten A.A. Kozlov entwickelt, der bereits für seine Arbeiten in Jekaterinodar bekannt war.
Das neue Gebäude nahm das Eckgrundstück ein und wurde zu einer Zierde der Stadt. Akulov scheute keine Kosten für die äußere und innere Dekoration. Der Architekt schmückte das Gebäude mit zwei gerippten Kuppeln an den Seiten und einem quadratischen Aufsatz mit runder Belvedere in der Mitte. Strenge geometrische Linien der Fenster verliehen dem Haus Leichtigkeit. Zwei kleine Balkone, offene Eckterrassen, Erker und dekorative Stuckarbeiten mit pflanzlichen Ornamenten bereicherten die Komposition.
Der hervortretende Gesims mit einem gezackten Steingeländer und Reliefs verlieh dem Gebäude eine besondere Harmonie.
In den Jahren 1911-1912 wurde die Anmietung des Gebäudes für die Bildergalerie von F.A. Kowalenko diskutiert, aber der Deal kam nicht zustande. Akulov vermietete die Räumlichkeiten und Etagen als Wohnungen. 1913 lebte und arbeitete hier der bekannte kubanische Augenarzt S.V. Ochapowski. Später mietete die 1. öffentliche Versammlung das Haus.
Laut den Erzählungen der Einheimischen verbrachte Akulov den Großteil des Jahres in St. Petersburg oder im Ausland, zahlte jedoch weiterhin das Gehalt seiner Angestellten.
Das Gebäude erlebte viele Ereignisse und Schicksale. Im Frühjahr 1918 war hier das Hauptquartier der Roten Garde untergebracht, und im August desselben Jahres das Büro des Militärministeriums der Freiwilligenarmee. Hier gab es ein Museum „Kampf gegen den Bolschewismus“, und der Ataman-General V.G. Naumenko wohnte hier.
Nach der Etablierung der Sowjetmacht wechselten die Bewohner häufig: das kubanische praktische Landwirtschaftsinstitut, die Landwirtschaftsakademie namens Andrejew, die regionale Polizeidirektion, das Adressbüro, die Verkehrsinspektion und andere Dienste.
Während der Besatzung wurde das Gebäude vom NKWD verwaltet.
Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder aufgebaut, und das Haus Akulov wurde ebenfalls rekonstruiert, aber sein äußeres Erscheinungsbild wurde ruiniert.
Nach der Rekonstruktion beherbergte das Gebäude verschiedene staatliche Institutionen. Ab 1957 war hier der Rat für Volkswirtschaft, später das Arbitragegericht des Krasnodar Gebiets. Heute befindet sich hier die Spezialabteilung zur Gewährleistung der Ordnung in den Gerichten von Krasnodar.
Filipp Matwejewitsch Akulov, der im November 1919 zum Kopf von Jekaterinodar gewählt wurde, musste das Land verlassen, um sein Leben zu retten. Die reiche Geschichte seines Hauses erinnert an seinen Besitzer und Architekten.
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