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Mietshaus M. Malyschewa

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Dieser Moskauer Stadtteil war seit jeher von Kaufleuten, Bürgern und Ehrenbürgern bewohnt. Im Jahr 1855 erwarb A. Tropinin das Grundstück an der Ecke der Bolshaya Polyanka und der 2. Spasonalivkovsky-Gasse, das der Frau des Rittmeisters E.S. Kukol-Yampolskaya gehörte, für seinen Vater, den bekannten Künstler Wassili Andrejewitsch Tropinin. Nach dem Tod seiner Frau zog der Künstler nach Polyanka, wo er bis zu seinem Tod im Mai 1857 lebte. Die Enkelin des Künstlers erinnert sich an einen gemütlichen Obstgarten neben dem kleinen Holzhaus. Das Anwesen blieb im Besitz des freien Künstlers A.V. Tropinin, des Sohnes von Wassili Andrejewitsch.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte im ehemaligen Haus der Tropinins der Kaufmann Z.V. Jerokhin, der das Haus von Bronza und das Marmorunternehmen an dieser Adresse besaß. Er verkaufte das Grundstück an M.M. Malyshev, der bis 1914 alle benachbarten kleinen Grundstücke aufkaufte, die mit einstöckigen Häusern, Obstgärten und Wirtschaftsgebäuden bebaut waren.

Im Jahr 1915 wurde an dieser Stelle ein Mietshaus gebaut, das für die damalige Zeit bedeutend war. Der Architekt G.A. Gelrich entwarf ein Festungsgebäude mit facettierten Erkern, die sich an drei Fassaden des Gebäudes abheben. Zwei Flügel des Hauses führen in die Spasonalivkovsky-Gassen, die Ecken des Gebäudes haben unterschiedliche Formen: facettiert und halbrund. Die ersten beiden Etagen sind durch Rustika hervorgehoben und harmonieren mit dem benachbarten Gebäude des ehemaligen Lehrerinstituts. Die Kombination aus rechteckigen und abgerundeten Fenstern mit unterschiedlicher Rahmung verleiht dem Gebäude Dynamik und Interesse.

Im Jahr 1932 erhielt der Avantgarde-Künstler L.A. Bruni zwei Zimmer in der Wohnung Nr. 57. Hier lebte er mit seiner Frau E.K. Balmont, der Tochter des Dichters K. Balmont. Zu Besuch bei dem Künstler waren A. Achmatowa, A. Tarkowski, O. Mandelstam. L. Bruni besitzt ein vorrevolutionäres Porträt von Mandelstam sowie ein großes Aquarellporträt von Balmont, bekannt als das „blaue Porträt“.

Auch der Dichter und Priester N. Bruni war zu Besuch bei seinem Bruder. In der Nikolauskirche auf den Sandbänken, wo N. Bruni diente, fand 1921 eine Gedenkfeier für die Literaten zu Ehren von Blok statt. Bruni begann sie mit den Zeilen:

Erinnere dich bei der frühen Messe
An den lieben Freund, die Helle Frau.

Derzeit bleibt das Haus weiterhin bewohnt, und das Erdgeschoss ist von Geschäften und Cafés belegt.

Geo-Punkt

Доходный дом М. Малышева

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