Entgegen den verbreiteten sowjetischen Mythen über die Unterdrückung der russischen Juden im Russischen Kaiserreich war der Unternehmer und Kaufmann erster Gilde Raphael Bernstein Ende des 19. Jahrhunderts erfolgreich im Handel mit Fertigkleidung und sammelte ein beträchtliches Vermögen.
Eines seiner Einkommenshäuser wurde 1901 in Sankt Petersburg an der heutigen Sowjetstraße nach den Plänen des bekannten Architekten Maxim Iljitsch Segal erbaut. Obwohl das luxuriöse Herrenhaus im eklektizistischen Stil im Laufe des vergangenen Jahrhunderts etwas verfallen ist, behält seine Fassade immer noch ihre Anziehungskraft, und die besondere Schönheit verbirgt sich hinter den Türen des Eingangs.
Zu dieser Zeit war es üblich, den Innenräumen der Etagen und Treppenhäuser große Aufmerksamkeit zu schenken. Dieses Herrenhaus machte da keine Ausnahme: Seine prächtige Marmortreppe ist mit eleganten schmiedeeisernen Geländern geschmückt, die Wände sind mit Holzpaneelen verkleidet und grün gestrichen, und an der Decke kann man Stuck aus dem frühen 20. Jahrhundert sehen. Obwohl dies nicht das schönste Haus im historischen Zentrum der Stadt ist, verdient es Beachtung als Denkmal der vorrevolutionären Architektur.
Interessanterweise war dies nicht das einzige Einkommenshaus von Raphael Isaakowitsch. In der Nähe der Sowjetstraße befindet sich ein weiteres majestätisches Haus, das 1898 nach den Plänen von Andreev erbaut wurde. Seine Innenräume sind mit einzigartigem Stuck im Rokoko-Stil und keramischen Wandverkleidungen geschmückt. Das Gebäude befindet sich an der Newski-Prospekt (Haus 134) und gilt ebenfalls als Juwel des architektonischen Ensembles der imperialen Hauptstadt Russlands.
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