Die Kirche wurde nach einem Entwurf von V. M. Druzhinin errichtet, der im Januar 1882 von der Bauabteilung der Wjatka-Gouvernementsverwaltung genehmigt wurde. Der Tempel zeichnet sich durch die Einheitlichkeit seiner voluminösen Bauweise aus, dank der zentralen Komposition und der minimalistischen Fassadendekoration. Sein Erscheinungsbild mit der massiven, helmförmigen Kuppel, die sich von anderen Kultstätten in der Umgebung unterscheidet, erinnert an die alte pskowische Architektur. Nach den Erinnerungen der Einheimischen hatte die Kirche ursprünglich einen fünfkuppeligen Abschluss, dessen Spuren möglicherweise unter den Dächern der hervortretenden Teile des Gebäudes erhalten geblieben sind. Im modernen Silhouette des Tempels dominiert die zentrale Kuppel, während die abgesenkten Ecken, die dem Volumen Stufen hinzufügen, nur bei näherer Betrachtung auffallen.
Die Planung des kreuzkuppeligen Tempels ist einfach und in Form eines breiten griechischen Kreuzes mit verkürzten Armen ausgeführt, deren Ecken mit abgerundeten Wänden gefüllt sind. In diesen Segmenten mit Holzdecken befinden sich die Räume: im Osten der Diakonat und die Sakristei, im Westen die Kammern. Die rechteckigen Teile der Planung sind erfolgreich mit halbrunden Gewölben überdeckt, die als Strebepfeiler fungieren und die Last der Kuppel zuverlässig auf die Wände übertragen.
Die eklektische Dekoration der Fassaden erinnert an volkstümlichen Holzornament, mit Zähnen im Fries, schematischen Elementen der Klassik, bedingten Triglyphen und Ziegeln als Konsolen. Die Flächen der Giebelwände mit sanften Neigungen werden durch runde Fenster in breiten Rahmen und Archivolten der Öffnungen auf gestuften Imposten belebt. Der Zylinder des Tambours ist mit sechzehn Bogenöffnungen mit kielartigen Stürzen geschmückt. Durchgehende Öffnungen wechseln sich mit falschen ab, die in flachen Nischen ausgeführt sind, und werden von Ovalen mit flachen Kreuzen im oberen Teil des Tambours gestützt. Diese Kreuze und runden Rosetten zwischen den Fenstern harmonieren mit dem Gesamtbild der Kirche und betonen ihre kreuzförmige Planung.
Derzeit wird das Denkmal als Dorfgemeinschaftshaus genutzt, was es ermöglicht, sein äußeres Erscheinungsbild in gutem Zustand zu halten. Das Innere des Tempels entspricht jedoch nicht seiner kultischen Bestimmung, und über die früheren Vorzüge seines Interieurs kann man nur spekulieren.
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