Die erste Erwähnung der Chuchlomaer Kirche der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter stammt aus dem Jahr 1628 und findet sich in den Steuerbüchern der galizischen Belagerung. Diese Aufzeichnungen stehen im Zusammenhang mit der Zahlung von Abgaben, die jährlich aus den Einkünften der Kirche zugunsten der Staatskasse erhoben wurden. Ursprünglich war die Kirche aus Holz, aber im Jahr 1723 wandten sich der Priester Luka Vasiliev und der Kirchenälteste Grigori Dmitriev zusammen mit den Gemeindemitgliedern an die synodale Behörde mit der Bitte um den Bau einer neuen Kirche. Sie berichteten, dass die alte Kirche baufällig geworden war, das Dach eingestürzt war und Gottesdienste nicht mehr möglich waren. Die Einwohner der Stadt und des Kreises beschlossen, anstelle der alten Holzkirche einen steinernen Tempel zu Ehren der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter mit Kapellen der Heiligen Apostel Petrus und Paulus sowie des Wundertäters Makarius von Schtscheltow und Unzhen zu errichten. Nach sieben Jahren, im Juli 1730, berichtete Luka Vasiliev, dass die Kapellen der neuen steinernen Himmelfahrtskirche zur Weihe bereit seien.
Die Kirche wurde nach einem Standardprojekt mit Mitteln der Gemeindemitglieder erbaut, jedoch sind die Namen der Auftragnehmer und Bauarbeiter nicht erhalten geblieben. Es ist bekannt, dass der Ziegel für den Bau aus lokalem, hochwertigem Ton hergestellt wurde. Im Jahr 1739 dienten hier die Priester Stefan Nikitin und Peter Lukin. Bis zur Revolution von 1917 gehörten sowohl Stadtbewohner als auch Einwohner der umliegenden Dörfer zur Gemeinde der Kirche. Im Jahr 1450, nach einem Brand, der das Frauenkloster am Ufer des Sees zerstörte, konnten einige Kirchengegenstände und Ikonen gerettet werden. Diese Ikonen, darunter die wundertätigen Ikonen der Gottesmutter „Schmerzhafte“ und des Heiligen Nikolaus, wurden in die Verklärungskathedrale überführt und nach deren Aufhebung im Jahr 1932 in die Himmelfahrtskirche. Im Jahr 1831 wurde der Friedhof an der Himmelfahrtskirche geschlossen, und die Beisetzungen wurden auf den heute noch bestehenden Kasaner Friedhof verlegt. Im Jahr 1861 wurden gegenüber der Kirche Handelsreihen errichtet, die etwa hundert Jahre standen und 1956-1957 abgerissen wurden. Die Himmelfahrtskirche gehörte zur Tichonowskaja Richtung.
Im Juli 2000 feierte die Himmelfahrtskirche ihr 270-jähriges Jubiläum. In ihrer Architektur, insbesondere in der Symmetrie des Glockenturms und der Gestaltung der Fensterrahmen der Kapellen, sind Merkmale einer neuen architektonischen Epoche zu erkennen. Ansonsten ist der Tempel typisch für russische Provinzstädte, was ihm eine harmonische Einfügung in die Stadtlandschaft verleiht. Die steinerne Kirche ist älter als der Platz und von verschiedenen Punkten der Stadt sichtbar, was ihrer ruhigen Silhouette Ausdruck verleiht.
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