Der Verklärungstempel wurde 1799 im Dorf Spas-Ild erbaut, das seit 1724 in den Quellen erwähnt wird. Im Nekouzskiy Bezirk gibt es Orte, die von poetischen und manchmal beängstigenden Legenden umgeben sind. Eine dieser Geschichten ist mit dem "erwachenden Fresko" an der Apsis des Altares der Kirche der Verklärung des Herrn in diesem Dorf verbunden.
Auf den ersten Blick wirkt der Tempel streng. Doch sein zweifarbiger Würfel mit facettierten Trommeln, die bescheidene Trauergemeinde und der fast schmucklose Glockenturm vermitteln ein Gefühl von Zuverlässigkeit und Stabilität. In die Gewölbe der Kirche sind Klangkörper eingebaut, Tonbehälter zur Verbesserung der Akustik, die man, wie man glaubt, im russischen Kirchenbau zu Beginn des 18. Jahrhunderts nicht mehr verwendete. In der Kirche gibt es drei Altäre: zu Ehren der Verklärung des Herrn, der Ikone der Gottesmutter von Kasan und des Heiligen Nikolaus des Wundertäters. Der Tempel ist nach dem traditionellen Schema gebaut: Altar, Hauptvolumen, zweischaliger Würfel, Trauergemeinde und Glockenturm. Vom ersten Stock des Glockenturms hat man einen Blick auf fast das gesamte Dorf. Es ist die einzige Kirche, in der die Chöre erhalten geblieben sind.
Die Kirche hat stark gelitten: Der Putz ist fast nicht erhalten geblieben, außer im Altarbereich, der Boden ist abgerissen, und die Malereien in der Trauergemeinde und der Sommerkirche sind stark beschädigt und nur im Altarbereich erhalten geblieben. Am besten sind die Stempel "Dreifaltigkeit", "Gebet um den Kelch", "Zug nach Golgatha" zu sehen, und außen an der Apsis ist das Bild "Erlöser auf dem Thron" erhalten geblieben. Auf dem Antlitz des Erlösers hat sich die oberste Farbschicht teilweise gelöst, und im entstandenen Loch sind Teile der Stirn und die trauernden Augen eines älteren Christusbildes sichtbar. Es ist erstaunlich, dass die Farbe gerade auf dem Antlitz abblätterte, und das Fresko scheint "erwacht" zu sein. Alteingesessene erzählen, dass ein betrunkener Beamter, der von der Jagd zurückkehrte, auf das Bild des Erlösers mit einer Pistole schoss, nach einer anderen Version mit einem Gewehr. Er wettete mit einem Freund, dass es Gott nicht gibt und keine Strafe folgen würde. Nach dem Schuss "erwachte" das Antlitz, und der Schütze starb bald an einer Angina, die nicht geheilt werden konnte. Der zweite Teilnehmer des Vorfalls beging später Selbstmord. Das Fresko hinterlässt bei allen, die es betrachten, besonders beim ersten Mal, einen unauslöschlichen Eindruck und weckt ständiges Interesse bei Gläubigen, Heimatforschern und Menschen, die sich für ungewöhnliche Phänomene interessieren.
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