In der Geschichte der Stadt Parfenjewo spielten Kirchen eine bedeutende Rolle. In früheren Zeiten wurden sie aus Holz gebaut und hielten etwa 80-100 Jahre. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts begannen sie, durch Backsteinkirchen ersetzt zu werden. Üblicherweise wurden Kirchen auf hohen Hügeln errichtet, von denen es in Parfenjewo genügend gab. Die Planung des historischen Teils der Stadt ist seit dem 19. Jahrhundert erhalten, obwohl sie Spuren einer älteren, unregelmäßigen Planung aufweist. Besonders interessant sind die Tempel von Parfenjewo: die Auferstehungskathedrale, die Kirche der Himmelfahrt und die Christusgeburtskirche.
Auf dem Hügel am Bach Techera steht die Weihnachtskirche, an deren Stelle im frühen 17. Jahrhundert das Kloster "Christgeburt, das an den Gruben des Schwarzen Waldes am Fluss Nee" war. Es stand in einem bewaldeten Tal mit Gruben an den Seiten und hatte, laut D.F. Belorukov, ein düsteres Aussehen. Das Kloster war arm und hatte weder Acker- noch Wiesenland, besaß nur ein kleines Stück unfruchtbaren Bodens. Die Mönche lebten von Almosen und der Beerdigung der Stadtbewohner. Das Kloster wurde 1725 nach dem Tod des letzten Abtes, des Hieromönchs Safronius, geschlossen und unter den Schutz der Kathedralkirche gestellt. Das Kloster wurde unter Michael Fjodorowitsch gegründet, und sein Sohn Alexei Michailowitsch, der in der Religion Unterstützung sah, machte Beiträge zum Kloster. Zu Ehren des Zaren wurde im Kloster eine Altarstelle für Alexei, den Gottesmann, eingerichtet. Es war das einzige Kloster in der Parfenjewo-Besatzung, und das Klerus, die Stadtbewohner, die Grundbesitzer und die Adligen unterstützten es als Zentrum des geistlichen Lebens der Umgebung. 1717 wurde mit gemeinsamen Anstrengungen eine neue Kirche an der Stelle der alten erbaut, aber aufgrund von Geldmangel verzögerte sich ihre Eröffnung. 1720 wurde die Kirche fertiggestellt und geweiht. Dokumente belegen die Existenz von drei alten Ikonen in ihr: der Geburt Christi, aller Trauernden und der unvergänglichen Blüte, deren Schicksal unbekannt ist. Hinter der Weihnachtskirche standen die Häuser des Klerus.
Die Backsteinkirche im Stil des späten Klassizismus, die den Musterprojekten nahekommt, wurde 1842 erbaut. Es ist ein einschiffiger Tempel mit einer zweischiffigen Sakristei und einem Glockenturm, mit den Kapellen der Verkündigung und des Alexius. Sie wurde spätestens in den 1930er Jahren geschlossen, der Glockenturm wurde zerstört. Jetzt steht sie leer.
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