Im 18. Jahrhundert reisten viele Russen nach Baden-Baden zur Kur und Erholung, von denen viele lange blieben. Die Gesellschaft jener Zeit war tief religiös, daher entstand die Notwendigkeit, eine orthodoxe Kirche zu bauen. Auf Bitte der Herzogin von Leuchtenberg, Maria, stellte die Stadtverwaltung von Baden ein Grundstück für den Bau des Tempels zur Verfügung. Der erste Stein für das Fundament der Kirche wurde feierlich im August 1881 gelegt. Bereits im Oktober 1882 war der Bau abgeschlossen, und am 28. Oktober wurde die Verklärungskirche geweiht.
Die Kirche wurde nach dem Entwurf von I.W. Strom, einem russischen Architekten, der für den Bau orthodoxer Kirchen in Paris und Athen bekannt ist, unter der Leitung von Belzer errichtet. Der venezianische Künstler Salviati schuf nach Skizzen des Fürsten Gagarin das Mosaikbild der Verklärung des Herrn, das noch heute den Eingang zur Kirche schmückt. Die Kirche wurde nach dem Vorbild der meisten orthodoxen Kirchen erbaut und mit einer zwiebelförmigen, vergoldeten Kuppel gekrönt. Im Grundriss stellt sie ein Kreuz dar, und das Gewölbe wird von sechs Säulen gestützt. Die Innenmalereien umfassen sieben Fresken, die dem Leben Jesu Christi gewidmet sind. Die Fenster sind mit Buntglasfenstern geschmückt, und der gesamte Innenraum ist mit Mosaikornamenten dekoriert.
In der Krypta befinden sich die Gräber der Fürstin Tatjana Gagarina und der Herzogin Maria. Die Wände der Krypta sind mit Mosaikornamenten geschmückt, und der Boden ist mit weißem Marmor ausgelegt. In der Verklärungskirche finden wöchentlich Gottesdienste statt.
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