Die Nikolai-Trapeza-Kirche ist ein geheimnisvolles und interessantes Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das noch nicht vollständig erforscht ist. Ihr Bau begann fast gleichzeitig mit der Uspenski-Kathedrale im Herbst 1555, und die Weihe fand 1556 statt, was durch die Inschrift auf dem Leinwand-Intimin bestätigt wird, die bis zu Beginn dieses Jahrhunderts erhalten blieb.
Ursprünglich war die Kirche ein quadratisches, einheitliches, weißsteingemauertes Gebäude im Pskov-Stil mit einem achtseitigen Dach. Später wurde der Altarbereich aus Ziegeln umgebaut, und in seiner heutigen Form gehört er zur zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, ebenso wie die dekorative Gestaltung der Fensteröffnung. In einer kurzen Beschreibung, die Borisov und Kikins zehn Jahre nach Abschluss des Baues verfassten, heißt es: "Die Kirche des heiligen Nikolaus und die Trapeza sind warme Steingebäude, und darunter sind 6 Dienste, zwei Wände der Trapeza und mit der Kirche je 14 Sazhen, und zwei Wände mit zehn Sazhen, an der Kirche ist die Vorderseite mit deutschem Eisen beschlagen, an der Trapeza ist die Steinsäule 6 Sazhen lang und quer 3 Sazhen, unter der Säule ist ein steinernes Sytna."
Die Wände der Trapeza und der Kirche wurden aus behauenem weißen Stein errichtet, aus dem auch der vierstöckige Glockenturm gebaut wurde. Die Besonderheiten der Kombination des Volumens des Glockenturms, zu dem eine steile innere Treppe führt, und des östlichen Giebels der Kirche deuten darauf hin, dass der Glockenturm einige Zeit nach der Kirche selbst errichtet wurde.
In der Kirche und im großen Trapeza-Saal, der von drei Seiten geweiht wurde, gab es Fresken. Im Verzeichnis von 1614 werden Bilder erwähnt, die mit "Wandmalerei" ausgeführt wurden. Die im 16. Jahrhundert entstandene Freskenmalerei, die V.V. Tschumakow 1957 in einer Nische der Außenwand der Nikolai-Kirche entdeckte, bestätigt, dass die Malerei nicht nur das Innere schmückte, wie auch in der Uspenski-Kathedrale.
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