Das Dorf Rjazancewo liegt 21 Werst von der Kreisstadt und 100 Werst von der Gouvernementsstadt entfernt. In den Steuerbüchern aus den Jahren 1628 und 1629 wird die Kirche "Kathedrale des Erzengels Michael" erwähnt, die aus Holz gebaut und den Grundbesitzern gehörte. Informationen darüber, wie lange sie existierte, sind nicht erhalten geblieben, aber in Dokumenten aus dem Jahr 1799 wird im Dorf Rjazancewo eine hölzerne Kirche im Namen des Erzengels Michael erwähnt, die von den Gemeindemitgliedern errichtet wurde, mit einem hölzernen Glockenturm.
Im Jahr 1811 wurde an der Stelle der hölzernen Kirche, dank der Bemühungen der Gemeindemitglieder, ein steinernes Gotteshaus mit demselben Glockenturm erbaut. Im Jahr 1890 wurde der Speisesaal der Kirche renoviert und erweitert. In der Kirche gibt es zwei Altäre: einen kalten im Namen des Erzengels Michael und einen warmen zu Ehren der Darstellung im Tempel der Heiligen Gottesmutter.
Die Kirche ist gut mit liturgischen Gegenständen, Gewändern, heiligen Ikonen und Gottesdienstbüchern ausgestattet. Unter den priesterlichen Gewändern stechen die samtigen Gewänder hervor, die mit Gold bestickt sind und von dem Grundbesitzer Pawel Petrowitsch Swinjin bei der Weihe des steinernen Gotteshauses gespendet wurden.
Die kirchlichen Dokumente sind vollständig erhalten: Kopien der Taufbücher seit 1802 und der Beichtlisten seit 1828. Laut dem Personalstand sind ein Priester und ein Psalmodist vorgesehen. Ihr Einkommen beträgt: von Acker- und Wiesenland bis zu 150 Rubel, von Gottesdiensten und Sakramenten bis zu 450 Rubel, von der Getreideabgabe bis zu 100 Rubel, insgesamt 700 Rubel pro Jahr. Die Häuser des Priesters und des Psalmodisten befinden sich auf kirchlichem Grund und sind ihr Eigentum.
Seit 1893 gibt es im Dorf eine kirchliche Schule.
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