Die Korunskaja Kirche im Dorf Glinkowo wurde zwischen 1825 und 1834 erbaut. Bis zu diesem Zeitpunkt stand hier eine Holzkirche, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts stark verfallen war. Die Mittel für den Bau des neuen Tempels wurden von den Gemeindemitgliedern gesammelt.
Die Backsteinkirche ist im Empire-Stil gestaltet, ihre Formen sind einfach und monumental. Die Dekoration des Gebäudes ist zurückhaltend und minimalistisch. Die kuppelartige Rotunde erhebt sich über dem zweigeschossigen Querschiff mit einer Apsis, geschmückt mit seitlichen dorischen Portiken. Dies ist ein typisches ländliches Kultgebäude des frühen 19. Jahrhunderts. An den westlichen Teil des Querschiffs wurde eine Sakristei mit dem Altar der Zwölf Apostel angebaut, die durch zwei Säulen getrennt ist, die zwei Gewölbe in Querrichtung stützen. Das Fehlen eines Glockenturms vereint die Komposition des Gebäudes; dieser wurde 1840 hinzugefügt, aber in der Sowjetzeit zerstört. Die Wände der Sakristei und des Altars sind zu zwei Dritteln mit quadratischem Rustika bedeckt. Die Fenster sind in bogenförmigen Nischen angeordnet und stimmen mit den Achsen des Gebäudes überein. Die Gesimse sind aus Holz gefertigt.
In den 1930er Jahren wurde der Tempel für Gläubige geschlossen. Das Gebäude wurde mit Anbauten versehen und als Produktionsstätte der Firma "Tiaprom" genutzt, die als Chemiefabrik bekannt war. Infolgedessen wurde das Gebäude beschädigt, und teilweise gingen die Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert verloren. Ende des 20. Jahrhunderts bemühte sich der Archimandrit German Tschesnokow über 10 Jahre um die Genehmigung zur Wiederherstellung der Kirche.
Erst 2010 wurde die Kirche den Gläubigen zurückgegeben, und 2011 fand ihre kleine Weihe statt. Heute ist der Tempel restauriert und es finden Gottesdienste statt. In der Kirche wird das wundertätige Bild der Korunskaja Ikone der Gottesmutter aufbewahrt, eine Kopie des Originals, das von dem heiligen Apostel Lukas gemalt wurde. Dies ist die einzige Kirche im Sergijew-Posad-Distrikt, in der täglich nach dem morgendlichen und abendlichen Gottesdienst eine Prozession stattfindet.
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