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Kirche der Epiphanie des Herrn in Pyshma

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Die Pyshma-Siedlung wurde Mitte des 17. Jahrhunderts gegründet. Das genaue Datum der Gründung der Kirche ist unbekannt, aber Historiker vermuten, dass sie kurz nach dem Bau der ersten Bauernhäuser entstand. Die erste Erwähnung der Pyshma-Kirche stammt aus dem Jahr 1680, und man nimmt an, dass sie aus Holz war. Die Kirche diente den Gläubigen etwa hundert Jahre, bis sie wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.

Der Bau einer neuen Steinkirche begann im Jahr 1808. Die Gemeindemitglieder beteiligten sich aktiv an der Grundsteinlegung und an den Hauptbauarbeiten. Die Kirche war zweigeschossig und hatte zwei Altäre, im Stil des sibirischen Barock. Der untere Altar wurde 1820 zu Ehren der Epiphanie des Herrn geweiht und war mit Öfen für die Wintergottesdienste ausgestattet. Das obere Geschoss galt als Sommer- oder Kaltaltar und trug seit 1842 den Namen des heiligen Nikolaus, Erzbischof von Myra in Lykien, Wundertäter. Zehn Jahre später erhielt die Kirche eine Steinmauer mit Metallgittern. Die Gemeinde der Epiphanie-Kirche umfasste die Bewohner von Pyshma und benachbarten Dörfern wie Sovinaya, Chernysheva, Kochevka, Tupitsinskaya, Shipunova, Ust-Derneyskaya, Kruchinina und anderen.

Ein besonderer Fakt ist mit dem Bildnis der heiligen Märtyrerin Paraskeva verbunden, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auftauchte. Das Bild wurde von einer Bewohnerin des Dorfes Sovinaya (heute Savino) am Fluss Pyshma gefunden. Das Ikone wurde mit feierlichen Gebeten in die Epiphanie-Kirche gebracht, verschwand jedoch bald und wurde am selben Ufer des Flusses wiedergefunden. Nach mehreren Versuchen, die Ikone in die Kirche zurückzubringen, wurde sie erneut am Fluss entdeckt.

Der Legende nach erschien einem der Einheimischen im Traum die Heilige Jungfrau Maria und befahl, die Ikone nicht zu verlegen, sondern an dem Ort, an dem sie gefunden wurde, eine Kirche zu bauen. Das Gelübde wurde erfüllt: Zuerst wurde in Sovinaya eine Kapelle gebaut, dann eine Steinkirche, wo die Ikone für immer blieb.

Die Kirche der Epiphanie des Herrn wurde 1935 von den Bolschewiken geschlossen. Kirchliche Werte wurden beschlagnahmt, die Glocken eingeschmolzen und die Umzäunung abgebaut. Das Kirchengebäude wurde für die Bedürfnisse der Arbeitergemeinde Pyshma genutzt: dort befanden sich ein Lager, eine Skibasis, das Kino „Kolos“ und später ein Museum für die Geschichte der Landwirtschaft und des bäuerlichen Lebens.

Anfang der 1990er Jahre wurde in Pyshma eine orthodoxe Gemeinde gegründet. 1995 übergaben die lokalen Behörden das zweite Geschoss der Epiphanie-Kirche an die Russische Orthodoxe Kirche, und seitdem finden dort Gottesdienste statt. Das erste Geschoss wird nach wie vor als Museum genutzt, und die Nachbarn leben ohne Konflikte zusammen. Die Gläubigen scherzen: „Lieber weniger als nichts“, denn der Altar befindet sich im zweiten Stock, näher zum Himmel.

Mit jedem Jahr wird der Gebetsraum durch die Bemühungen der Gemeindemitglieder und Spender verschönert. Notwendige Utensilien und Möbel kommen hinzu. Über eine vollständige Rekonstruktion der Epiphanie-Kirche zu sprechen, ist noch zu früh, da der untere Altar, der Glockenturm und die zentrale Kuppel wiederhergestellt werden müssen. Wann dies geschehen wird, weiß nur Gott.

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Церковь Богоявления Господня в Пышме

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