Ein einzigartiges Architekturdenkmal aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Historiker vermuten, dass die Kirche mit dem Speisesaal auf Initiative des Großfürsten Wassili III. zum Anlass der Geburt des Erben, des zukünftigen Zaren Iwan IV., erbaut wurde, der in den Klöstern Kirillow und Ferapont gebetet wurde.
Über die Bauzeit der Kirche zeugt eine geschnitzte Inschrift auf einer weißen Steinplatte, die besagt: "Im Jahre 1530 wurde diese Kirche im Namen der heiligen Gottesmutter zu Ehren ihrer Verkündigung mit dem Speisesaal unter dem frommen Großfürsten Wassili Iwanowitsch von ganz Russland, unter dem Erzbischof von Rostow Kyrill, unter dem Abt von Ferapont Ferapont begonnen. Und vollendet wurde sie unter seinem Sohn, dem Großfürsten Iwan Wassiljewitsch von ganz Russland. Und geweiht wurde sie unter dem Erzbischof Kyrill und demselben Abt Ferapont im Jahre 1531 am 21. November zum Fest der reinen Gottesmutter ihrer Einführung."
Die Kirche der Verkündigung ist das früheste erhaltene Gebäude im Norden Russlands, das die Funktionen von Tempel und Glockenturm vereint. Sie wird von einem Glockenstock mit fünf Bogenöffnungen und drei Reihen von Kokoschniks mit einer Trommel abgeschlossen. Im Glockenstock befanden sich ein Geheimraum und ein Archiv für die Klosterhandschriften. Der schlanke einschiffige Tempel ist in drei Geschosse unterteilt, wobei die Kirche selbst das zweite einnimmt. Ihr quadratischer Raum endet in einem geschlossenen Gewölbe.
Das äußere Erscheinungsbild des Speisesaals und der Kirche der Verkündigung zeichnet sich durch Einfachheit aus: Die Wände, die durch Lisenen gegliedert sind, sind mit Fensteröffnungen mit Rahmen aus dünnen Walzen durchbrochen. Der massive einschiffige Speisesaal und die Kirche sind auf einer Achse von Ost nach West ausgerichtet und auf einem hohen Untergeschoss errichtet. Der Speisesaal ist geräumig, quadratisch im Grundriss, mit vier Kreuzgewölben. Das Innere des Speisesaals ist das früheste erhaltene in authentischer Form im Russischen Norden für Bauwerke dieses Typs.
Im Speisesaal und in der Kirche ist das ursprüngliche innere Luftkanalsystem erhalten geblieben, das zur Beheizung des gesamten Komplexes verwendet wurde. Auch die schmalen inneren Treppen, die alle Ebenen des Gebäudes verbinden, sind erhalten geblieben. Im Untergeschoss des Speisesaals kann man eine seltene, in ihrer Ausführung reine Ziegelmauerwerk der Gewölbe sehen.
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