Der Alexander-Newski-Tempel wurde 1883 auf Initiative der dänischen Prinzessin Dagmar, der Frau von Alexander III., erbaut, die in Russland als Kaiserin Maria Fjodorowna bekannt ist. Die Finanzierung des Baus erfolgte sowohl aus persönlichen Mitteln von Kaiser Alexander III. als auch aus staatlichen Mitteln.
Das Projekt der rot-weißen Kirche im russisch-byzantinischen Stil wurde von David Grimm, einem der Gründer dieser Architekturrichtung, entworfen. Das Fundament des Gebäudes ist mit grauem Granit verkleidet, während die Wände mit Streifen aus rotem und weißem Ziegel geschmückt sind. An der Hauptfassade ist ein großes Kreuz angebracht, das sich vor dem Muster abhebt, das an Stickerei erinnert. Über ihm befinden sich in einem dreibogigen Glockenturm sechs Glocken, und darüber ist das Bildnis von Alexander Newski, das auf einer Platte aus vulkanischer Lava gefertigt ist. Die Komposition wird von drei Zwiebelkuppeln abgeschlossen.
Die Wände des Gebetssaals sind mit vergoldetem byzantinischem Ornament auf dunklem Hintergrund geschmückt. Über dem geschnitzten Ikonostase aus Nussbaum hängt das Gemälde "Christus zähmt den Sturm", das von F. A. Bronnikow gemalt wurde. An den Seiten des Altars befinden sich Werke von I. N. Kramskoi und A. P. Bogoljubow, die Szenen aus den Evangelien und dem Leben von Alexander Newski darstellen.
Im Inneren der Kathedrale sticht ein bronzenes Kronleuchter in Form eines Kreuzes hervor, das von Alexander III. geschenkt wurde, sowie ein geschnitzter Ikonostase aus Nussbaum mit Bildern, die von dem Künstler Fjodor Bronnikow geschaffen wurden.
Unter den verehrten Reliquien des Tempels befindet sich ein Schrein mit Ikonen, die der Kaiserin gehörten und als "Schränkchen von Maria Fjodorowna" bekannt sind. Eine weitere einzigartige Reliquie ist das wundertätige Bildnis der Gottesmutter "Kopenhagener-Jerusalemer", das von der verwitweten Kaiserin von Athos-Mönchen geschenkt wurde.
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