Das Symbol des Schädels und der gekreuzten Knochen sollte nicht ausschließlich als piratisch oder negativ angesehen werden. In der vorrevolutionären Russland hatte dieses Zeichen eine andere Bedeutung und war mit einem der bekanntesten Kavallerie-Regimenter des Landes verbunden. Offiziell hieß es 5. Husaren-Regiment der Alexandriner Ihrer Kaiserlichen Majestät, der Kaiserin Alexandra Fjodorowna. Die Angehörigen dieses Regiments wurden "Schwarze" oder "Unsterbliche" Husaren genannt, manchmal auch "Husaren des Todes". Auf ihrem Symbol war ein schwarzes maltesisches Kreuz und der Kopf Adams abgebildet, was in der christlichen Tradition die Befreiung vom Tod und das Heil symbolisierte. Die Kirche verband solche Darstellungen mit der Auferstehung und dem ewigen Leben, weshalb diese Symbolik Glauben, Hoffnung und Mut im Kampf vermittelte.
Die Husaren des 5. Alexandriner Regiments waren für ihren Mut und ihre Geschicklichkeit bekannt, was sie praktisch unverwundbar für den Feind machte. Sie trugen schwarze Uniformen und galten als Elite der russischen Kavallerie. In ihrem Alltag gab es viele Gegenstände mit Darstellungen von Schädeln.
Laut Legende erhielt das Regiment den Spitznamen "Unsterbliche Husaren" während des Krieges gegen Napoleon im Jahr 1812. Er kam von dem deutschen Verbündeten-Regiment "Husaren des Todes". Während einer der Schlachten machte starker Regen die russischen Krieger so schmutzig, dass sie von Kopf bis Fuß schwarz wurden. Der deutsche General Blücher hielt sie für seine und lobte sie für ihren Mut. Darauf antwortete der russische Fürst Madatow, dass dies nicht seine, sondern unsere "Unsterblichen Husaren" seien. Kaiserin Alexandra Fjodorowna zog es vor, das Regiment sogar in offiziellen Dokumenten so zu nennen.
Unter den bekannten Vertretern des Regiments waren Wladimir Petruschewski, Nikolai Gumiljow und Konstantin Batjuschkow, ein entfernter Verwandter des bekannten Dichters. Der Tag des Regiments wurde am 30. August gefeiert, und selbst nach der Revolution feierten die Husaren, die ins Exil gingen, ihn im Ausland weiter.
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