Die Ausstellungen des Museums für bildende Kunst befinden sich an zwei Standorten im historischen und administrativen Zentrum von Tscheljabinsk. Im Jahr 1951 wurde ein Teil der Räumlichkeiten des ehemaligen Passagiers der Brüder Jauschew dem Museum übergeben.
Dieses Gebäude, ein seltener Beispiel für die Architektur im Jugendstil im südlichen Ural, wurde 1911 und 1913 von dem Architekten A. A. Fedorov im Auftrag einer bekannten Kaufmannsfamilie erbaut. Das Handelsunternehmen „Brüder Jauschew“ besaß ein Netzwerk von Geschäften und Unternehmen in Russland und Europa. Der Tscheljabinsker Passagier war eines der größten Warenhäuser im Ural und bot Waren von den besten russischen und ausländischen Anbietern an. Es war mit modernster Technik ausgestattet: Dampfwärme, Aufzügen und einer autonomen elektrischen Anlage mit einem Ölmotor. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war der Passagier der Jauschews das größte Gebäude der Stadt. An seiner Fassade und in den Innenräumen sind historische Stuckdekorationen, einzigartige glasierten Fliesen und originale Innendetails erhalten geblieben.
Der Passagier der Brüder Jauschew ist ein Objekt des kulturellen Erbes von föderaler Bedeutung. Derzeit befindet sich hier die Gemäldegalerie des Museums für bildende Kunst, die Ausstellungen der alt-russischen und klassischen russischen Kunst sowie west-europäischer und russischer Porzellan zeigt.
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