Laut einer der Versionen wurde die Kapelle im 18. Jahrhundert an der Stelle des Altars der alten Holzkirche erbaut. Der Heimatforscher P.V. Kudrjawzew, der die Kapelle mehrfach besucht hat, zuletzt 1957, schrieb folgendes darüber: „Es gibt eine Legende, dass das Dorf Jurjewskaja seinen Namen erhielt, weil hier in der Schlacht gegen die Tataren Fürst Jurij Wsewolodowitsch fiel. Der Ort seiner Beisetzung auf dem Schlachtfeld ist mit einer kleinen Kapelle markiert. Natürlich hat diese Kapelle aus jener Zeit nicht überlebt. In der Kapelle befinden sich Reste einer Grabplatte aus Kalkstein mit einer Inschrift in slawischer Schrift. Leider ist die Platte in mehrere Teile zerbrochen, und einige davon sind verloren gegangen, was das Lesen der Inschrift erschwert. Es scheint, dass die Jurjewskaja Kapelle von keinem der Fachleute untersucht oder beschrieben wurde. Der Zustand der Kapelle deutet auf ihren baldigen Verfall hin.“ In der Kapelle befand sich auch ein Bild des Fürsten Jurij. Unter dem Bild des Heiligen gab es vermutlich eine Inschrift, dass Fürst Jurij Wsewolodowitsch von Batu auf der Sita getötet wurde und sein Körper im Wladimirer Dom beigesetzt wurde. Das Bild wurde nicht vor dem 19. Jahrhundert geschaffen. Im Juli 1977 wurde die Kapelle in das Freilichtmuseum in der Stadt Myschkino transportiert. Der Legende nach ruhte unter der Platte vorübergehend der Körper des Fürsten Jurij, bis der Rostower Bischof Kirill ihn nach Rostow brachte und in der Kathedrale der Gottesmutter beisetzte, und zwei Jahre später wurde der Fürst in Wladimir beigesetzt. Fachleute sind jedoch der Meinung, dass die Platte aus dem 18. Jahrhundert stammt und nicht mit der Beisetzung Jurijs verbunden ist. Die Reste der Platte und das Ikone verschwanden aus der Kapelle vor ihrem Transport.
Am 23. Juli 2005 wurde im Dorf Jurjewskoye an der Stelle der ehemaligen Zeltkapelle eine neue errichtet, die von lokalen Zimmerleuten zu Ehren des frommen Fürsten Georgi Wladimirskij und zum Gedenken an die Schlacht am Fluss Sita geschaffen wurde. Seitdem findet jeden Sommer an den Tagen des Gedenkens an die Helden der Sitscher Schlacht ein feierlicher Gottesdienst an der Kapelle statt, nach dem ein Kreuzgang zur weißsteinernen Stele im Dorf Lopatino beginnt.
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