Die Stadt Birjuch in der Oblast Belgorod wurde 1705 gegründet. Hier sind einzigartige historische Steinbauten erhalten geblieben, unter denen die 1782 von lokalen Unternehmern errichteten Handelsreihen besonders hervorstechen. Diese Reihen bestehen aus zwei alten Gebäuden in rechteckiger und L-Form.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts beschäftigten sich die meisten Einheimischen mit Landwirtschaft und Handel, da die Überschüsse an Getreide gerne von den Besitzern der Brennereien gekauft wurden. Da Birjuch an der Kreuzung der Handelswege von Woronesch nach Walujki und von Nowy Oskol nach Ostrogoschsk lag, konnte hier ein reges Markttreiben florieren.
Diese Perspektiven zogen die Aufmerksamkeit der lokalen Kaufmannsfamilien Zvorikins, Tibenikhin und Sanjarov auf sich. Sie beschlossen, gemeinsam in Birjuch vollständige Handelsreihen zu bauen und luden dafür den bekannten Architekten Michail Kazakov ein.
Ihre Pläne erfüllten sich: Die Stadt begann sich schnell zu entwickeln, und die neuen Handelsreihen wurden zum öffentlichen Zentrum. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fanden in Birjuch die größten Märkte der Provinz Woronesch statt, wo nicht nur mit Getreide und landwirtschaftlichen Produkten, sondern auch mit verschiedenen handwerklichen Erzeugnissen gehandelt wurde.
In der Sowjetzeit wurden die Handelsreihen in Geschäfte umgebaut. Mit der Zeit begannen die Gebäude zu verfallen, und in den 1970er Jahren schlugen die Mitarbeiter der regionalen Denkmalschutzgesellschaft Alarm. Infolgedessen wurden die Handelsreihen in den 1980er Jahren teilweise restauriert.
Erst 1999 wurden diese Gebäude als Denkmal von bundesweiter Bedeutung anerkannt und unter die Verwaltung des lokalen Heimatmuseums gestellt.
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