Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Ilja Baikow, der Kutscher von Alexander I., allen Bewohnern von St. Petersburg bekannt. Er diente fast während seiner gesamten Herrschaft als persönlicher "Fahrer" des Kaisers. Ursprünglich war Baikow Leibeigener von Dmitri Lukin, der später zum Helden der Schlacht von Afon im Jahr 1807 wurde. Lukin, der in das Marinekorps eintrat, befreite Baikow. Im Jahr 1801 begann Ilja Ivanovich seinen Dienst im kaiserlichen Gestüt. Zusammen mit Alexander I. bereiste er viele Regionen Russlands und begleitete ihn auf Auslandsreisen.
Doch Baikow wurde nicht nur dafür berühmt. Er war bekannt für sein Mitgefühl und seine Güte, indem er Menschen half, die sich nicht direkt an den Kaiser wenden konnten. Manchmal setzte er sich selbst für jemanden ein, und manchmal sorgte er dafür, dass der Bedürftige ein Gesuch an den Zaren übermitteln konnte. Wenn er an einem vereinbarten Ort vorbeifuhr, tat er so, als wäre das Geschirr kaputt, und während er sich mit dem "Problem" beschäftigte, hatte die Person Zeit, sich an Alexander I. zu wenden. Der Zar bemerkte dies manchmal und scherzte: "Ilja, wieder deine Scherze!".
Es gab auch Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen. Alexander I. nannte selten die genaue Adresse, sondern gab normalerweise nur die Richtung an. Doch im Laufe der Jahre hatte Baikow alle Routen gelernt und einmal, ohne auf den Befehl zu warten, sagte er: "Ich weiß, Eure Majestät". Der Herrscher wurde wütend: "Der Kutscher darf nichts wissen außer von den Pferden!" und befahl, ihn für ein paar Tage zu verhaften, damit er über sein Verhalten nachdenken konnte.
Die Nähe Baikows zum Kaiser führte oft zu Kuriositäten. Zum Beispiel, als der Minister des Innern Kochubey als Ehrenmitglied der Akademie der Künste wegen seiner Nähe zu Alexander I. vorgeschlagen wurde, schlug der Vizepräsident der Akademie, Alexander Labzin, vor, diesen Titel auch Baikow zu verleihen, und bemerkte, dass "er nicht nur am nächsten ist, sondern auch vor dem Kaiser sitzt". Diese Bemerkung kostete Labzin seine Position. Nach dem Tod von Alexander I. fuhr Baikow die Frau von Nikolai I. und ging dann in den Ruhestand, wo er friedlich im Alter von 70 Jahren starb.
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