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Marek Matwejewitsch Antokolsky

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Marek Matwejewitsch Antokolsky, geboren am 21. Oktober (2. November) 1843 in Wilna, war ein bekannter russischer realistischer Bildhauer. 1871 wurde er Akademiker der Kaiserlichen Akademie der Künste und ab 1880 Professor für Bildhauerei. Sein Nachname stammt von der Bezeichnung des Vororts Antokol, wo seine Familie lebte.

Antokolsky war eines von acht Kindern in einer jüdischen Familie. Seine Eltern, Matys Jankeliewitsch und Keila-Chena Benjaminnowna, waren religiöse und arme Menschen. Schon in der Kindheit zeigte Marek Interesse am Zeichnen, was von seinen Eltern nicht immer begrüßt wurde. Später schickten sie ihn jedoch zu einem Holzschnitzer zur Ausbildung. Durch das Eingreifen von A. A. Nasimowa, einer Kunstmäzenin, wurde Antokolsky als freier Hörer an die Akademie der Künste aufgenommen.

1864 erhielt Antokolsky eine Silbermedaille für das Relief "Der jüdische Schneider", und 1868 eine Goldmedaille für "Der Geizige". An der Akademie erlernte er die russische Sprache und interessierte sich für die Geschichte und Literatur Russlands. Sein erstes bedeutendes Werk war die Statue "Iwan der Schreckliche" (1870), für die er den Titel Akademiker erhielt. Die Statue beeindruckte den Kaiser Alexander II., und er erwarb sie für die Eremitage.

Nach dem Abschluss der Akademie im Jahr 1871 reiste Antokolsky nach Rom und Paris, was für Absolventen üblich war. In Rom arbeitete er an der Statue von Peter I. Auf der Weltausstellung in Paris 1878 erhielt er die höchste Auszeichnung und den Orden der Ehrenlegion. Antokolsky wurde Ehrenmitglied vieler westeuropäischer Akademien.

1889 schuf er die Statue "Nestor der Chronist", und 1891 vollendete er die Arbeiten "Jaroslaw der Weise" und "Ermak". Antokolsky schrieb auch Artikel über Kunst und hinterließ eine Autobiografie. Kurz vor seinem Tod schrieb er den Roman "Ben-Isak".

Nach seinem Tod wurde ein Buch über sein Leben und Schaffen veröffentlicht. Antokolsky starb in Frankfurt am Main und wurde in St. Petersburg auf dem jüdischen Friedhof von Preobraschenskoje beigesetzt. Auf seinem Grab wurden eine Menora, eine Torarolle und ein Davidstern sowie ein Büste seines Schülers I. J. Ginzburg aufgestellt, die laut einigen Berichten 1928 gestohlen wurde.

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