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Ensemble der Stadtresidenz K.A. Meyer

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Ende der 1890er Jahre wurde in der 2. Marjinski-Gasse die Residenz des Händlers für Gummiwaren Karl Augustowitsch Meyer erbaut. Karl, auch bekannt als Konstantin, besaß mehrere russisch-amerikanische Galoschenläden im Zentrum Moskaus, darunter an der Kuznetski-Brücke, in der Kamergerski- und in der Gazetny-Gasse.

Das Hauptgebäude der Residenz und das Nebengebäude wurden nach den Plänen des Architekten Maximilian Karlowitsch Geppener errichtet, der deutsche Wurzeln hatte. Sein eigenes Haus befand sich in der Nähe.

Während des Baus des Herrenhauses war der Tschernyschewski (2. Marjinski) Gasse ganz neu und nur auf einer Seite bebaut. Die Häuser lagen auf einem Hügel am großen Teich, der von dem Fluss Neglinka gebildet wurde. Bis zu den 1890er Jahren gehörte dieses Land dem Mariinski-Krankenhaus. Der Teich existierte bis 1916.

Die Fenster des Herrenhauses Meyer sind mit dem Monogramm des Besitzers „SM“ geschmückt. Die lateinischen Buchstaben, die den Namen und Nachnamen des Eigentümers darstellen, führten oft zu Verwirrung bei den Einheimischen, die dachten, das Haus gehöre Sawwa Morosow.

Das Nebengebäude des Hauses Meyer hat seine eigene Geschichte. Es wurde gleichzeitig mit dem Hauptgebäude erbaut und diente zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Treffpunkt des Surikowski-Literaturkreises, der Schriftsteller und Musiker aus dem Volk vereinte. Die Hauptsitzungen des Kreises fanden an der Sadownitscheskaja-Uferstraße statt, aber die Wohnung des Vorsitzenden S. Koschkarow-Zariew war in der Bozhedomka, und die Mitglieder des Kreises trafen sich oft im Nebengebäude der Residenz Meyer. Es gibt die Version, dass die Frau Meyers, Adele, ein literarisches Café im Nebengebäude organisierte.

Im Jahr 1912 besuchte der Dichter Sergej Jessenin aktiv den Kreis. Im Jahr 2008 wurde das Nebengebäude der Residenz Meyer zu einer Filiale des Jessenin-Museums in Moskau und wurde mit einem Reliefporträt des Dichters geschmückt. Die alten Fenster des Nebengebäudes bewahrten die von Geppener entworfene Verglasung.

Diese interessante Residenz zog die Aufmerksamkeit von Filmemachern auf sich. Sie ist im Film „Der Teenager“ zu sehen, der nach dem Roman von F.M. Dostojewski gedreht wurde, sowie in „Der Dienstroman“ des Regisseurs E. Ryazanov, wo der Hauptcharakter, Nowoselzew, lebt.

Geo-Punkt

Ансамбль городской усадьбы К.А. Мейера

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