In den 1880er Jahren begann auf Initiative von N.V. Skifosowski der Bau des Klinischen Stadtteils der Moskauer Universität auf dem Devichye Feld. Das erste Objekt war die Geburtshilfeklinik, die mit Mitteln von Jelisaweta Wassiljewna Paschalowa, der Tochter des reichen Fabrikanten W.W. Nosow, erbaut wurde und ihren Namen erhielt.
Die Geburtshilfeabteilung befand sich im rechten Flügel des Gebäudes in der Jelanskogo Straße, während der linke Flügel von der gynäkologischen Klinik eingenommen wurde, die mit Mitteln von Timofei Sawwitsch Morozow, dem Besitzer der Nikolskaya Manufaktur, erbaut und ebenfalls nach ihm benannt wurde.
Der Architekt K.M. Bykovski entwarf das Gebäude der Klinik, wie auch die meisten anderen auf dem Devichye Feld. An der Planung waren Professor W.F. Snegirev, der Begründer der russischen Gynäkologie, sowie Professor A.M. Makeev, Geburtshelfer und Arzt, beteiligt.
Später leitete W.F. Snegirev die gynäkologische Klinik, während A.M. Makeev die Geburtshilfeklinik übernahm. Das Gebäude, das zur Jelanskogo Straße ausgerichtet war, hatte eine monolithische Fassade und eröffnete die Perspektive des Universitätsgeländes, das zum Nowodewitschi-Kloster führte.
Bei der Eröffnung belegten beide Kliniken ein gemeinsames zweigeschossiges Gebäude mit rustiziertem Erdgeschoss und zwei Eingängen. Der zentrale Teil umfasste einen großen Hörsaal in Form eines Amphitheaters, mit einem zweigeschossigen Fenster, das von rustizierten Pilastern umrahmt war. Das Gebäude war durch Vorgärten von der Straße getrennt.
In den Jahren 1937-39 wurde das Gebäude nach den Plänen des Architekten A.V. Barulin aufgestockt und umgestaltet. Damals erhielt die Klinik ein sechs Säulen umfassendes Portikus am Haupteingang. Von der Jelanskogo Straße behielt das Gebäude sein monolithisches Aussehen, während es von der Allee des Lebens zwei Flügel und einen halbrunden Vorsprung in der Mitte hat.
Im Jahr 1947 wurde die Klinik zu Ehren ihres ersten Direktors W.F. Snegirev benannt, und 1973 wurde am Eingang ein Denkmal für Snegirev, geschaffen von dem Bildhauer S.T. Konenkov, aufgestellt.
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