Das Verwaltungs- und Wohngebäude, erbaut 1874 und umgebaut in den Jahren 1909-1910 und 1932, ist Teil des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung, „Ensemble des Miusskaja Straßenbahndepots“. Es ist das erste Gebäude, das die Besucher in der Lesnaja-Straße begrüßt.
Die Geschichte des Miusskaja Straßenbahndepots begann mit dem Park der Pferdebahnen, der 1874 zwischen der Lesnaja-Straße und dem Miusskaja-Platz errichtet wurde. Zu dieser Zeit wurde der Personenverkehr der Pferdebahn von der Woskressenskaja-Platz (heute Platz der Revolution) bis zum Smolensk (Belorussischen) Bahnhof eröffnet.
Im Jahr 1901, als die Straßenbahnen in der Hauptstadt auf elektrische Antrieb umgestellt wurden, begann die Rekonstruktion des Miusskaja Parks. Bis 1907 bediente er sowohl die neuen Straßenbahnen als auch die alte Pferdebahn. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein neuer Ziegelbaukomplex des Straßenbahndepots errichtet, der ein Büro, Wohnkasernen für Mitarbeiter und Wagenhallen umfasste. In der Lesnaja-Straße entstand ein beeindruckendes Ensemble im eklektischen Stil mit gotischen Elementen, das in der Sowjetzeit mehrmals umgebaut wurde. In den 1950er Jahren wurde es in einen Trolleybuspark umgebaut, und heute, nach der Restaurierung Ende der 2010er Jahre, ist es ein beliebter Foodcourt und Erholungsort für Moskauer und Touristen geworden.
Das zwei- bis dreigeschossige Verwaltungs- und Wohngebäude des Miusskaja Depots wurde 1901 und 1905 errichtet. Der Wohnbereich war für Fahrer, Ärzte, Straßenbahnfahrer, Monteure, Parkaufseher sowie für eine Apotheke und einen Laden vorgesehen. Im Verwaltungsbereich befanden sich die Schule für Straßenbahnfahrer und Konduktoren, das Büro des Parkleiters und ein Empfangsraum. In der Sowjetzeit wurden Anbauten an das Gebäude hinzugefügt.
Der älteste Teil des Gebäudes sind die einstöckigen Hallen aus dem frühen 20. Jahrhundert mit Bogenfenstern, die zur Lesnaja-Straße ausgerichtet sind. Drei solcher Fenster sind an der Fassade des Gebäudes erhalten geblieben. Die Fassade hat das Aussehen einer geschlossenen Arkade im Erdgeschoss, geschmückt mit einem Zwischenstockgesims und Fensterumrahmungen. Im dritten Stock sind die doppelt angeordneten schmalen Fenster interessant, unter denen sich ornamentale Friese mit gotischen Motiven befinden.
Während der Restaurierung und Anpassung des Gebäudes in den Jahren 2017 und 2019 wurden seine historischen Maße und die Raumaufteilung bewahrt sowie die Fassadenverkleidung wiederhergestellt.
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