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Grigori Glukman: «moderner alter Meister» aus Witebsk

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Grigori Glukman wurde am 25. Oktober 1898 in der Witebsker Provinz geboren und lernte bis zum neunzehnten Lebensjahr das Zeichnen autodidaktisch. 1917 kam er nach Moskau, trat in die Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur ein, wo ihn der Wanderkünstler Abram Archipow unterrichtete. Er studierte drei Jahre - und 1920 ging er für immer nach Berlin.

In Berlin trat Glukman der Gemeinschaft „Spindel“ bei und gestaltete die Sammlung „Gedichte über Russland“ von Andrej Belyj. Danach verbrachte er neun Monate in Florenz, wo er die italienische Kunst des Mittelalters und der Renaissance studierte und die mehrschichtige Ölmalerei auf Holz erlernte. Diese Technik prägte seinen gesamten weiteren Stil. 1924 ließ sich der Künstler in Paris nieder und änderte seinen Nachnamen in Glukman.

Die ersten Pariser Jahre - Buchgrafik: „Florentinische Nächte“ von Heine, „Manon Lescaut“ von Abbé Prévost für den Verlag La Pleiade. Ab der Mitte der 1920er Jahre widmete er sich fast ausschließlich der Malerei. Porträts, Straßenszenen, Bühnenbilder des Balletts, aber vor allem - Akte, die ihm echten Ruhm einbrachten. Kritiker fanden in seinen Leinwänden venezianische Farbigkeit und Lehren von Watteau, Ingres, Degas: die alte Schule, gemalt von der Hand eines Menschen des 20. Jahrhunderts.
Die Anerkennung kam schnell. 1928 kaufte die französische Regierung sein Werk für das Musée du Luxembourg, 1937 erhielt er die Goldmedaille der Internationalen Ausstellung in Paris. In Paris freundete sich Glukman mit dem Geiger Jascha Heifetz an - dieser sammelte die größte Sammlung seiner Gemälde.

Im Juni 1941, nach der Besetzung, zog der Künstler in den Süden Frankreichs und von dort in die USA. Ab 1945 lebte er in Los Angeles und erhielt 1954 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Das Magazin American Artist nannte ihn „modernen alten Meister“. Er starb am 23. Juli 1973. Seine Witwe Anna gründete einen Fonds zur Unterstützung junger Künstler, die aus der UdSSR emigriert waren - Emigration half der Emigration.

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