Am Ufer des Penjagin-Teichs liegt die Siedlung der Wjatitschen aus dem 12.-13. Jahrhundert, bekannt als 3. Spas-Tushino Siedlung. Sie wurde 1990 und 1992 von Mitarbeitern der Moskauer Archäologischen Expedition des Instituts für Archäologie der RAN entdeckt. Die Forschungen unter der Leitung von A.G. Weksler im Jahr 1992 waren bisher die letzten. Während der Arbeiten wurden zahlreiche Schäden an der ohnehin schon geringen Kulturschicht festgestellt, die etwa 10 cm dick war. Darin fanden sich mehrere Fragmente keramischer Gefäße, die auf das 12.-13. Jahrhundert datiert werden. Vollständige Ausgrabungen wurden hier nie durchgeführt, und die Siedlung wartet auf weitere Untersuchungen.
Die Wjatitschen, eines der ostslawischen Stämme, bewahrten ihre Unterschiede in der Zeit des Kiewer Rus. Sie bildeten einen Stammesbund und bewohnten im 9.-11. Jahrhundert die Region um den oberen Oka, wobei sie wichtige Handelswege zwischen Europa und dem Osten kontrollierten. Die Wjatitschen lebten in einem clanbasierten System, wählten einen Anführer, der Fürst genannt wurde, der im Laufe der Zeit zum erblichen Herrscher wurde. Sie bauten Blockhäuser mit kleinen Fenstern, die in der kalten Jahreszeit mit Riegeln verschlossen wurden.
Das Land der Wjatitschen war bekannt für seinen Reichtum und Überfluss an Wild, Vögeln und Fischen. Sie führten einen halb jagenden, halb landwirtschaftlichen Lebensstil und verlegten ihre Dörfer, sobald die Felder erschöpft waren. Neben Landwirtschaft und Jagd betrieben die Wjatitschen auch Bienenzucht und Fischerei. Biberfelle waren ein wichtiges Handelsgut, und das Vieh wurde gezüchtet, wobei das Futter mit langen Sensen geerntet wurde.
Die Wjatitschen handelten aktiv und knüpften Verbindungen zur arabischen Welt über die Oka und Wolga sowie zu Westeuropa und Byzanz. Sie tauschten Felle, Honig und Handwerksprodukte gegen Seidenstoffe und Schmuck. Archäologische Ausgrabungen haben zahlreiche Handwerksstätten entdeckt, in denen Metall bearbeitet und Schmuck hergestellt wurde.
Die alten russischen Quellen erwähnen verschiedene Begriffe für ländliche Siedlungen, aber der gebräuchlichste ist „Siedlung“. Solche Siedlungen lagen an Gewässern und nahmen eine kleine Fläche ein, bestanden aus mehreren Höfen, und die Bevölkerung überschritt selten 50 Personen. Die Hauptwohnungen waren ebenerdige Blockhäuser mit Steinöfen sowie halbunterirdische Häuser mit Lehmöfen. Die Bewohner solcher Siedlungen waren autark, und Archäologen finden oft Spuren von wirtschaftlichen und handwerklichen Gebäuden.
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