Das Gebäude des Zoologischen Museums in der Bolschaja Nikitskaja Straße, erbaut zwischen 1896 und 1902, gilt als eines der herausragenden Werke des Architekten Konstantin Michailowitsch Bykow. Er schuf eines der ersten in Moskau errichteten Gebäude, das speziell für Museumsausstellungen und die Aufbewahrung von Sammlungen vorgesehen war.
Das Museum besteht aus zwei Gebäuden, die rechtwinklig entlang der Bolschaja Nikitskaja Straße und des Nikitski-Gässchens angeordnet sind. An der Kreuzung dieser Straßen befindet sich eine Halbrundhalle mit einer Höhe von einem Geschoss, geschmückt mit toskanischen Halbsäulen. Im Dekor des Gebäudes wurden animalistische und pflanzliche Motive verwendet.
Das Zoologische Museum der Moskauer Universität wurde 1791 als Naturhistorisches Kabinett an der Moskauer Kaiserlichen Universität gegründet. Bei seiner Entwicklung spielten bedeutende Wissenschaftler wie der Zoologe G.I. Fischer, der Gründer der russischen Ökologenschule K.F. Rulje sowie die Professoren A.P. Bogdanow, A.A. Tichomirov, G.A. Koschewnikow und andere eine wichtige Rolle.
In den 1920er Jahren wurden hier Arbeitsräume des Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Zoologie eingerichtet, und in den 1930er Jahren wurde das Museum Teil der biologischen Fakultät der Lomonossow-Universität. In den folgenden Jahren änderte sich seine administrative Struktur und Unterstellung mehrfach, und zu Beginn der 1990er Jahre erhielt es den Status eines Wissenschaftlichen Forschungszoologischen Museums.
Das Zoologische Institut wurde Schauplatz in der Erzählung von Michail Bulgakow „Die tödlichen Eier“. In diesem Werk erfand Professor Persikow einen roten Strahl, der die Entwicklung von Organismen beschleunigt. Zeitgenossen sahen in der Erzählung eine Satire auf die kommunistische Idee: In der Figur Persikows war Wladimir Iljitsch Lenin zu erkennen, und der rote Strahl symbolisierte die sozialistische Revolution, die, versprechend eine bessere Zukunft, Terror und Diktatur brachte.
Heute arbeitet in diesem Gebäude weiterhin das Zoologische Museum der Lomonossow-Universität Moskau.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.