Die Wolkonskij-Gassen, die zum Samotjotschny-Boulevard führen, führten früher zum Samotjotschny-Teich, der vom Fluss Neglinka gebildet wurde. Sie erhielten ihre Namen zu Ehren der lokalen Hausbesitzer. Im Jahr 1760 befand sich hier das Anwesen des Kapitäns Fürst Peter Fjodorowitsch Wolkonski und später seines Sohnes, Fürst Michail Petrowitsch, in der heutigen 1. Wolkonskij-Gasse. In der oberen Hälfte der 2. Wolkonskij-Gasse sticht ein elegantes zweigeschossiges Haus mit einem dreifensterigen Mezzanin und einem halbkreisförmigen Fenster im Giebel hervor, geschmückt mit Stuckkränzen und floralem Ornament. Dieses Herrenhaus wurde im XVIII Jahrhundert erbaut und gehörte 1800 dem Kaufmann Nikolai Martynowitsch Guschiewski. Die Familie Guschiewski zog von der steilen Uferkante der Neglinka aus der Tschisty-Gasse, die in der Nähe der Prechistenka liegt, hierher. Im XIX Jahrhundert wurde die 2. Wolkonskij-Gasse Guschiewski genannt.
In den 1800er Jahren wurde das Herrenhaus umgebaut, und nach 1812 wurde es erneut nach dem Projekt der Kommission für den Bau Moskaus, die die Stadt nach der Invasion Napoleons wiederherstellte, renoviert. Damals erhielt das Gebäude eine empiremäßige dekorative Fassadengestaltung. Ende des XIX Jahrhunderts ging das Anwesen an den Staatsrat Nikolai Pawlowitsch Pospelow, der in der Kanzlei des Moskauer Generalgouverneurs arbeitete. Im Jahr 1900 wurde nach dem Entwurf des Architekten A. E. Sergejew ein zweigeschossiges Holzhaus auf einem steinernen Untergeschoss erbaut, geschmückt mit geschnitzten Fensterrahmungen.
Dieses Haus wurde durch den Film „Gäste aus der Zukunft“ bekannt, der 1984 von Regisseur P. O. Arsenow nach der Erzählung von Kir Bulitschew „Hundert Jahre in die Zukunft“ gedreht wurde. Es diente als vorübergehendes Versteck für Weltraumpiraten. Leider wurde das Holzhaus 2005 abgerissen, und an seiner Stelle steht jetzt ein Bürogebäude. Das Hauptgebäude der Guschiewski und Pospelow ist jedoch erhalten geblieben. In der Sowjetzeit gab es dort kommunale Wohnungen. Jetzt ist es ein Denkmal der Architektur, das als Objekt des kulturellen Erbes regionaler Bedeutung geschützt ist.
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