Unter Zar Alexei Michailowitsch stärkte der russische Staat schnell seine Macht und wurde zu einer der führenden Weltmächte, indem er politische Verbindungen zu europäischen Ländern knüpfte. Der Zar strebte danach, den inneren Wohlstand durch den äußeren Luxus seines Hofes zu demonstrieren.
Eines der königlichen Schätze war der diamantene Thron, der im gotischen Stil gefertigt wurde. Dieser Thron, der 1659 in Isfahan (Iran) von den Hofjuwelieren des persischen Schahs geschaffen wurde, wurde dem Zaren von der Armenischen Handelsgesellschaft geschenkt. Die armenischen Kaufleute hofften, dass ein solches Geschenk ihnen verschiedene Handelsvergünstigungen und Privilegien in Russland einbringen würde.
In den Archivaufzeichnungen über die Ankunft der Perser wird erwähnt, dass "im Jahr 1660 dem Großen Staatsoberhaupt Zar Alexei Michailowitsch ein Geschenk des armenischen Kaufmanns Zacharija Saradarov überreicht wurde: ein Stuhl, verziert mit Gold, Edelsteinen, Diamanten, Jachonten und Perlen, geschätzt auf 22.591 Rubel Altyn".
Zur Dekoration des Thrones erwarben die armenischen Kaufleute in Indien zahlreiche Edelsteine, darunter 800 herausragende Diamanten. Der Thron war mit goldener Basmala bezogen und mit netzartigen, geprägten Auflagen mit Edelsteinen verziert.
Vier Säulen, die die Basis des Sitzes bilden, stützen zwei hintere Säulen, die nach hinten geneigt sind und eine Rückenlehne bilden. Auf der Rückenlehne sind auf schwarzem Samt mit Seide und Gold (mit Perlen-Einlagen) zwei Genien gestickt, die Trompeten halten und eine Krone mit Perlen und Edelsteinen stützen. In der Krone befinden sich 21 Diamanten, 28 Jachonten, zwei Plätze sind leer, und in drei Strängen großer Perlen sind 105 Körner. Die Brüste der Genien sind ebenfalls mit Jachonten und Perlen geschmückt. Zwischen ihnen befindet sich eine Inschrift, die mit 162 Körnern kleiner Perlen verziert ist: "Dem mächtigsten und unbesiegbaren Kaiser von Moskowien Alexei, der wohlwollend auf Erden regiert, wurde dieser Thron von großer Kunst gemacht; möge er ein Vorzeichen des kommenden ewigen Glücks im Himmel sein. Im Jahre Christi 1659."
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