Eines der bemerkenswerten Beispiele der vorrevolutionären Kreativität des herausragenden Rostower Architekten Grigori Nikolajewitsch Wasiljew ist das Gebäude der Schule für Hauswirtschaft und Kochkunst, das 1901 errichtet wurde. Heute hat es den Status eines Objekts des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung.
Der Auftrag für den Bau kam von dem bekannten Rostower Kaufmann und "Spiritus- und Wodkakönig" Nikolai Ilyich Tokarev, der 1898 aus eigenen Mitteln eine praktische Schule für Kochkunst und Hauswirtschaft eröffnete. Ursprünglich befand sich die Schule im zweiten Stock des privaten Mädchengymnasiums von Tokarev, aber später beschloss er, ein eigenes Gebäude dafür zu errichten. So wurde 1901 nach dem Entwurf des Architekten Wasiljew und mit den Mitteln von Tokarev ein neues Gebäude in der Nikolaevski-Gasse errichtet, die heute Semashko-Gasse heißt.
Das zweigeschossige Gebäude mit rotem Ziegelmauerwerk ist im eklektizistischen Stil ausgeführt und kombiniert Elemente verschiedener architektonischer Richtungen. Das metallene Dach, das für den Jugendstil charakteristisch ist, steht neben klassischen Fensterrahmungen und Schlusssteinen, während die Majolika-Einlagen von der alt-russischen Architektur inspiriert sind. Später schenkte der Kaufmann dieses Gebäude der Stadt.
Mit dem Kommen der sowjetischen Macht wurde im Gebäude eine Kantine eröffnet. In den 1990er Jahren wurde es privatisiert und es entstand das Café "Teresa". Im Jahr 2009 erwarb die Holding "Ginza Project" das Gebäude und eröffnete dort den Restaurant-Club "Park Kultur". Der neue Eigentümer änderte die ursprüngliche Farbgebung des Herrenhauses und strich es in graue Töne, aber das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes blieb ansonsten unverändert.
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