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Gebäude der Möbelmanufaktur Muir und Meriliz

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Das Gebäude der "Möbel- und Bronze-Fabrik der Gesellschaft Muir und Meriliz" in der Malaya Gruzinskaya Straße, erbaut im Jahr 1912, ist ein herausragendes Beispiel britischer Gotik.

Die Handelsmarke "Muir und Meriliz" entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Sankt Petersburg, gegründet von den Schotten Archibald Meriliz und Andrew Muir. Nach dem Tod von Meriliz wurde Philipp Walter neuer Mitbesitzer und Geschäftsführer.

Im Jahr 1857 zogen die Gründer nach Moskau und eröffneten ein Geschäft in der Kuznetsky Most Straße, begannen mit dem Großhandel von Kurzwaren. Nach einigen Jahren wechselten sie zum Einzelhandel und erweiterten ihr Sortiment, was mit dem Fall des Rubelkurses aufgrund von Missernten in den Jahren 1890-1891 zusammenhing. Trotz zweier Brände wurden "Muir und Meriliz" zu führenden Händlern in Russland und eröffneten das erste mehrstöckige Kaufhaus, das später zum GUM wurde.

Als das Kaufhaus erfolgreich war, beschlossen die Schotten, eine Produktion auf dem Gelände in der Nähe der Malaya Gruzinskaya Straße zu eröffnen. Hier wurde ein Komplex industrieller Gebäude gegründet, der zu einer Sehenswürdigkeit Moskaus wurde. 1922 wurde die auf den Fabrikhof führende Okhotny-Gasse in Stolyarny umbenannt.

Die "Möbel- und Bronze-Fabrik" wurde von Roman Ivanovich Klein, einem bekannten Architekten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, entworfen. Er baute auch das neogotische Gebäude des Kaufhauses auf der Petrovka und entwarf mehrere industrielle Objekte in Russland im allgemein europäischen "industriellen Stil".

Auf Auftrag von Philipp Walter entwarf Klein das Fabrikgebäude im Stil der britischen Gotik. Sein Aussehen erinnert an ein schottisches Schloss mit einem Turm und Spitzbogenfenstern. Rundherum befanden sich Nebengebäude, die ein geschlossenes Gelände schufen, das die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zog.

Die Produkte der Fabrik waren in der Gestaltung der Innenräume des kaiserlichen Hofes beliebt, und mit dem Unternehmen arbeiteten bekannte Künstler und Architekten zusammen. Hier wurden komplette Innenräume angeboten sowie Parkett, Tapeten und Buchbindereien hergestellt.

Im Jahr 1918 wurde die Fabrik nationalisiert und in ein Werk der Luftfahrtindustrie "Rassvet" umgebaut. Anstelle der einstöckigen Gebäude entstanden Stahlbetonkörper des Werks und der Fachschule.

Heute bleibt das Hauptgebäude, das von Klein erbaut wurde, Teil der Fabrik, in der fast nichts mehr produziert wird.

Geo-Punkt

Здание мебельной фабрики Мюр и Мерилиз

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