In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde im Alexandrow-Sloboda das Uspenski-Frauenkloster gegründet. 1662 wurde der heilige Kornilius Alexandrowski sein Abt, durch den das Kloster wuchs: die Zahl der Nonnen nahm zu und es wurde eine Unterstützung aus der Staatskasse bereitgestellt. Im September 1678 besuchte Zar Fjodor Alexejewitsch das Kloster während einer Pilgerreise. Im selben Jahr wurde in Moskau ein Grundstück für das Podworye des Uspenski-Klosters bereitgestellt. Das Gebäude des Podworye, das an die Speisehalle des Apothekeramtes angrenzt, wurde etwa in den 1680er Jahren erbaut.
Das Gebäude des Podworye ist eines der wenigen erhaltenen zivilen Bauwerke der vorkaiserlichen Epoche und stellt ein typisches Beispiel eines Wohnhauses aus dem späten 17. Jahrhundert mit dreiteiligen steinernen Hallen dar. Im Laufe der Zeit litten seine Fassaden: die Fenster wurden vergrößert und das zweite Stockwerk teilweise umgebaut. 1978 führten die Restauratoren I.I. Kazakevich und V.V. Putiatina Restaurierungsarbeiten durch, um den ursprünglichen Zustand der vertieften Fenster mit bogenförmigem Abschluss im Erdgeschoss wiederherzustellen. Das Gebäude erhielt ein hohes, vierseitiges Dach mit Dachgauben, und dekorative Elemente der Fassade, wie die Geschossgesimse und den Gesims, wurden rekonstruiert, was den Hallen Merkmale des 17. Jahrhunderts zurückgab.
Das zweigeschossige Gebäude steht mit der Giebelseite zur Straße und öffnet sich mit seiner repräsentativen Fassade zum Innenhof. Früher schmückte ein rotes Treppenhaus (heute verloren) die Fassade, das zum zweiten Stock führte, wo noch die Türöffnung und Spuren des Anschlusses des Treppenhauses sichtbar sind.
Die Raumaufteilung der Innenräume war in allen Etagen gleich, einschließlich eines tiefen Kellers: In der zentralen Teil befanden sich Vorhallen mit zylindrischen Gewölben, und an den Seiten lagen zwei große Hallen mit geschlossenen Gewölben und Ausbuchtungen (im zweiten Stock sind die Gewölbe nicht erhalten). So teilten die Vorhallen das Haus in zwei Teile mit unterschiedlicher Nutzung. In den Keller konnte man über eine Außentreppe unter dem Treppenhaus gelangen, die sich jetzt im Graben befindet.
Bis 1917 gehörten die Hallen dem Podworye des männlichen Klosters der Heiligen Uspenski-Florišche Wüste. Derzeit befinden sich Büros in dem Gebäude.
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