Zu Beginn des letzten Jahrhunderts strömten viele russische Emigranten in die Länder des Westens und Ostens, und Millionen von Menschen suchten dort Zuflucht und Überlebensmöglichkeiten. Unter ihnen war auch der zukünftige bekannte amerikanische Schauspieler Yul Brynner (Julius Brinner), der damals erst wenige Jahre alt war. Julius Borisowitsch wurde am 11. Juli 1920 in Wladiwostok geboren, wo zu dieser Zeit noch relative Stabilität herrschte. Väterlicherseits stammte er aus einer Familie von Schweizer Emigranten, die sich über zwei Generationen assimiliert hatten und Russland als ihre Heimat betrachteten. Julius Borisowitsch lebte mit seinen Eltern nur kurz in Moskau, dann landete er in Harbin, einem der Zentren der russischen Emigration, später in Paris und nach einem kurzen Aufenthalt in Harbin in den USA.
In Paris begeisterte er sich für das russische Theater, was sein weiteres Schicksal als zukünftiger Oscar-Preisträger prägte. Als er in die USA kam, konnte Julius Borisowitsch seine Talente verwirklichen. Zunächst trat er im Broadway-Theater auf, wo er seinen Namen und Nachnamen ein wenig änderte, und begann dann seine Karriere als Moderator und Filmschauspieler. Seine Bemühungen trugen Früchte: Brynner wurde erkannt, und 1957 erhielt er den Oscar. Man begann, ihn für Hauptrollen einzuladen, und er debütierte erfolgreich als Regisseur. Brynners Karriere verlief erfolgreich, und am Ende kehrte er ins Theater zurück, wo er verschiedene Richtungen kombinierte. Leider war sein Leben nicht von langer Dauer. Im April 1983 wurde bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert, und am 10. Oktober 1985 verstarb Julius Borisowitsch. Nach seinem Tod begann eine Kampagne gegen das Rauchen, die eine der ersten internationalen Antinikotinkampagnen wurde.
In seiner Schauspielkarriere spielte Yul Brynner 45 Rollen und trat aktiv in Theatern auf. In den USA wurde er zur Legende, während man in seiner Heimat erst vor kurzem wieder an ihn erinnerte. An dem Haus, in dem Julius Borisowitsch geboren wurde, wurde eine Gedenktafel angebracht, und gegenüber steht ein Denkmal. Er war wirklich ein herausragender Mensch, der Erinnerung und Respekt verdient.
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