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Jasna Poljana

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Den größten Beitrag zur Popularisierung des Schaffens von Leo Tolstoi und zur Bewahrung seines Andenkens leistete seine Tochter Alexandra Tolstaja. Im sowjetischen Russland wurde sie jedoch des Spionage und des Verrats an der Heimat beschuldigt. Dies hing mit ihrer Ablehnung der Politik der Bolschewiki und ihrer Emigration in die USA zusammen. Alexandra Ljwowna wurde 1884 in Jasna Poljana geboren und half ihrem Vater seit ihrem 16. Lebensjahr, indem sie als Stenografin arbeitete und Briefe beantwortete. Vor seinem Tod vermachte Leo Tolstoi ihr die Rechte an seinen Werken. Doch Alexandra beschränkte sich nicht auf Jasna Poljana. Während des Ersten Weltkriegs absolvierte sie Kurse für Krankenschwestern und ging freiwillig an die Front, wo sie viele Leben rettete und einmal verwundet wurde. Nach dem Oktober 1917 kritisierte sie die Bolschewiki offen. 1920 wurde sie zu 3 Jahren Lager verurteilt im Fall des "Taktischen Zentrums", wurde jedoch bald auf Betreiben der Bauern von Jasna Poljana freigelassen. Nach ihrer Rückkehr organisierte sie dort ein Museum und trug zum Bau eines Krankenhauses und einer Schule bei. Ohne ihre Abneigung gegen die Bolschewiki zu verbergen und verdächtigend, dass sie überwacht wurde, reiste sie unter dem Vorwand des Studiums nach Japan, wo sie auf die sowjetische Staatsbürgerschaft verzichtete und später in die USA emigrierte. Dort gründete sie die Tolstoi-Stiftung zur Unterstützung russischer Flüchtlinge. Durch sie erhielt Wladimir Nabokov ein amerikanisches Visum. Als Antwort begann in der UdSSR eine Kampagne zur "Enthüllung der Spionin Tolstaja". In einem Artikel der Zeitung "Pravda" vom 21. September 1948 wurde behauptet, dass "der Name Leo Tolstois nicht neben den Namen amerikanischer Gangster und Feinde der Demokratie stehen kann". Alexandra Tolstaja wurde erst 1994 rehabilitiert, 15 Jahre nach ihrem Tod.

Geo-Punkt

Ясная Поляна

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