Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Russland natürliche Heilmittel wie Schlämme, Wasser und Elektrizität populär. Dieser Trend erreichte auch Jekaterinodar. 1898 eröffneten die Ärzte S.G. Michalev und V.M. Platonov die erste Wasserheilanstalt der Stadt in der Straße Krasnaya, 47, wo Elektrolichtbäder, Nadelbäder und andere Behandlungen angeboten wurden.
1915 wurde in der Raspilevskaya-Straße eine weitere Wasserheilanstalt eröffnet, die Dr. L. Einis gehörte, mit moderner Ausstattung: Geräten für D'Arsonval-Ströme, einem Inhalator und Röntgendiagnostik.
1914 beschloss der Wohltätigkeitsrat der Kuban-Gemeinschaft der Schwestern der Barmherzigkeit, unter der Leitung von Sofia Iossifowna Babich, Mittel für die Schaffung einer weiteren Wasserheilanstalt zu sammeln. Das Projekt wurde dem Architekten I.K. Malgerbu anvertraut, später jedoch von A.A. Kozlov überarbeitet.
Am 27. März 1916 begann der Bau eines neuen Gebäudes der Wasserheilanstalt an der Zakuban-Straße (heute Straße Zacharowa, 61). Die Arbeiten gingen schnell voran, und im August wurden bereits Wasserleitungen und andere Kommunikationssysteme verlegt. Ein halbes Jahr später, am 14. Juni 1916, öffnete die Wasser- und Elektroheilanstalt für verwundete Soldaten ihre Türen. Im Dezember desselben Jahres nahm sie die ersten Patienten auf.
Die Einrichtung ist auch heute noch aktiv und behandelt alle Bedürftigen. Das Gebäude steht unter staatlichem Schutz als Denkmal der kubanischen Architektur des 20. Jahrhunderts.
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