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Ferdinand Fyodorovich Winzingerode

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Im Land Hessen in Deutschland liegt das kleine Dorf Allendorf mit etwa 4000 Einwohnern. Gegründet zwischen 780 und 802 am Ufer des Flusses Lumda, hinterließ es keinen bedeutenden Fußabdruck in der Geschichte Deutschlands. Für Russland jedoch wurde dieser Ort zur Heimat des ersten russischen Partisanen, Ferdinand Fyodorovich Winzingerode, der General der Kavallerie und Adjutant des Kaisers war.

Am 15. Februar 1770 wurde in Allendorf ein weiterer Vertreter des Baronshauses Winzingerode geboren. Seine militärische Karriere begann er im Alter von acht Jahren in Kassel. Zu jener Zeit suchten deutsche Adelige oft außerhalb ihrer Heimat nach Dienst, aufgrund bescheidener Lebensbedingungen. Der junge Baron bewies sich als tapferer Soldat, besonders in der Schlacht bei Amberg. 1797 nahm er das Angebot an, in der russischen Armee zu dienen, nahm am Feldzug Suworows nach Italien teil und wurde verwundet. Winzingerode erfüllte diplomatische und militärische Aufträge als Adjutant von Alexander I. und war in der Schlacht bei Austerlitz an der Seite des Zaren.

Im Jahr 1812, nach der Vereinigung der 1. und 2. Armee in Smolensk, übernahm Winzingerode das Kommando über eine besondere Kavallerieeinheit, die die Straße nach Sankt Petersburg verteidigte und somit der erste russische Partisan wurde. Am 19. August führte er einen kühnen Überfall auf Vitebsk, tief im feindlichen Hinterland, durch und nahm über 800 französische Soldaten gefangen.

Trotz seiner Verdienste kam Winzingerode nicht immer mit anderen Partisanen, einschließlich Denis Davydov, zurecht. Dennoch blieb er ein wahrer Held Russlands. In dem besetzten Moskau ging er zu Verhandlungen mit den Franzosen, nachdem er von Napoleons Befehl erfahren hatte, den Kreml zu sprengen. Er wurde gefangen genommen, doch das Eingreifen von Alexander I. rettete ihn vor dem Erschießen. Partisanen befreiten ihn während des Rückzugs der „Großen Armee“ bei Minsk aus der Gefangenschaft. Winzingerode nahm an allen Feldzügen von 1813-1814 teil und kommandierte die Kavallerie der Alliierten in der Schlacht bei Bautzen.

Ferdinand Fyodorovich Winzingerode wurde am 16. Juni 1818 tot in Wiesbaden aufgefunden, wo er zur Behandlung seiner Kampfverletzungen gekommen war. Er saß unter einem Baum, als ob er eingeschlafen wäre.

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