Das Hauptgebäude des Welschen Heimatmuseums, das sich im historischen Zentrum der Stadt befindet, wurde von dem Kaufmann P. A. Sobolev aus der Gemeinde Tawrengskaja im Welschen Landkreis vor dem Ersten Weltkrieg errichtet. Ende 2018 wurde auf dem Gelände des Museums im restaurierten alten Haus Kitschjow, das 1884 erbaut wurde, das erste und einzige Museum für Hausmalerei in der Region eröffnet, wo man einzigartige Malereien bekannter Meister aus der Region Petrowskij sehen kann.
Im Jahr 2019 erweiterte das Museum seinen Raum und eröffnete eine neue Ausstellung in einem historischen Gebäude, das dem Handelsbauern Wassili Schitschjow gehörte. Hier wurde eine neue Ausstellung mit einzigartigen Exponaten untergebracht, die lange Zeit aufgrund fehlender geeigneter Räumlichkeiten mit modernen Klimakontrollsystemen in den Depots aufbewahrt wurden. Zum Beispiel wurde ein Schatz aus der Zeit der Wirren, der in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts am Ufer des Wels-Flusses in der Nähe des Dorfes Schunema gefunden wurde, in den 1990er Jahren in St. Petersburg restauriert, aber zuvor nie ausgestellt. Unter den Exponaten befindet sich ein einzigartiges hängendes Osterei aus dem späten 19. Jahrhundert, dessen Analoga, so die Experten, in russischen Museen nicht existieren.
Das Welsche Heimatmuseum, heute bekannt als GBUK AO „Welsches Heimatmuseum im Gedenken an V.F. Kulakow“, wurde im Mai 1919 auf der Grundlage einer einzigartigen Sammlung von Antiquitäten des lokalen Bauern V.F. Kulakow gegründet. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 28.000 Objekte, darunter 22.150 Einheiten des Hauptbestands. Zu den wertvollsten Sammlungen gehören bronzene Anhänger (10., 14. Jh.), Holzgegenstände des bäuerlichen Lebens (18., 19. Jh.), geschnitzte Holzkreuze und Ikonen (16., frühes 20. Jh.), kirchliche Chroniken, Beicht- und Personenstandsregister (18., frühes 20. Jh.), späte russische Ikonen (18., frühes 20. Jh.), Fragmente von Hausmalereien (zweite Hälfte des 19., frühes 20. Jh.), naive Malerei (19., frühes 20. Jh.) und andere.
Im Museum sind vier Ausstellungen zu sehen: „Natur und natürliche Ressourcen des Welschen Kreises“ (1989, Neupräsentation 2014), „Geschichte von Powascha von den frühesten Zeiten bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts“ (1992, Neupräsentation 2013, 2016), der ausstellungs- und ausstellungsübergreifende Komplex „Museum der Hausmalerei von Powascha“ (2018), „Welscher Landkreis im Jahr 1917, 1964: Geschichte und Schicksale“ (2019). Außerdem wurde 2019 ein neuer Ausstellungsraum eröffnet.
Auf der Grundlage der Ausstellungen haben die Mitarbeiter des Museums zahlreiche Führungen und Vorträge zur Geschichte von Powascha und dem Schaffen seiner Bewohner für die Besucher entwickelt und durchgeführt.
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