In den Gassen von Presnja an den Drei Bergen bewahrt der Geist des alten Moskaus mit seinem ruhigen Lebensrhythmus und der Architektur, die mit dem Menschen harmoniert, bis heute. Hier kann man gemütliche Villen und Stadtanwesen sehen, die trotz Verlusten und zahlreicher Rekonstruktionen bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind. Eines dieser Anwesen ist das Haus in der Besitznummer 8 in der gewundenen Oberen Predtechenskaja-Gasse.
Laut dem einheitlichen staatlichen Register der Kulturdenkmäler Russlands hat dieses Stadtanwesen den Status eines Ensembles von föderaler Bedeutung, der ihm im Februar 1995 durch den Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation Boris Jelzin verliehen wurde. Zuvor, seit 1992, galt es aufgrund einer Entscheidung des Präsidiums des Moskauer Stadtrats als Denkmal von lokaler Bedeutung.
Zum Ensemble gehören das Hauptgebäude (Bauwerk 1) und zwei Dienstgebäude (Bauwerke 3 und 4). Bauwerk 2, das links an das Hauptgebäude angrenzt, wurde 1927 erbaut und gilt nicht als Denkmal.
Das Hauptanwesen stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der bekannteste Eigentümer war Ivan Nikolajewitsch Zwetuchin (1838, 1899), ein wirklicher Staatsrat, der auf dem Waganikowskoje-Friedhof beigesetzt wurde. Erstaunlicherweise kann man auf Antiquitätenauktionen immer noch Bücher aus seiner persönlichen Bibliothek mit seinem Eigentumsstempel finden: „Ivan Nikolajewitsch Zwetuchin, Presnja, nahe der Kirche des Johannes des Täufers, sein Haus, Moskau“. Zwetuchin besaß das Anwesen von 1870 bis 1899, und gerade unter ihm erhielt es sein heutiges Aussehen.
Unter anderen Eigentümern sind bekannt: Jekaterina Bystroglazova, die Frau des Artillerie-Obersten Nikanor Bystroglazov (von 1850 bis 1860), die Witwe I.N. Zwetuchin Maria Alexandrowna (von 1900 bis 1906), und dann Dmitri Kuzmin bis 1917.
Das Haus wurde mehrmals entsprechend der architektonischen Mode umgebaut: in den 1860er Jahren, 1874 und in den 1880er Jahren. Trotz der pseudobarocken Dekoration der Epoche des Eklekismus ist immer noch die klassische Anordnung zu erkennen: ein niedriger Sockel und ein prächtiger Wohnstock mit hohen Fenstern. Der zentrale Teil der Fassade wird durch Pilaster und drei Fenster hervorgehoben. An die symmetrische Fassade mit sieben Fensterachsen schließt sich links das Eingangsportal an, und über dem Gesims befindet sich ein figürlicher Attik mit einer kielartigen Abschluss.
Im Jahr 2009 wurde das Haus einer umfassenden Rekonstruktion unterzogen, bei der das historische Erscheinungsbild der Hauptfassade wiederhergestellt wurde.
Heute befindet sich hier eine medizinische Einrichtung.
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