Die städtische Residenz eines Kleinbürgers aus Tschistopol, des Kürschners Rodion Martemyanovich Kopylov, ist charakteristisch für die Bebauung von Nowonikolajewsk zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie stellt den Übergang vom traditionellen Wohnhaus zum städtischen Mietshaus mit mehreren Wohnungen dar.
Das große zweigeschossige Gebäude gemischter Bauweise befindet sich an der Ecke der Straßen und ist mit seinen südlichen und östlichen Fassaden zu den roten Linien der Straßen der 1905. Jahres (ehemals der Umsiedlungsstraße) und der Krasnojarskaja ausgerichtet. Im Innenhof dieses Hauses befand sich einst ein Blockstall, der später umfunktioniert wurde und heute verloren ist.
An den rechteckigen Bau des Hauses schließt sich auf der Nordseite ein zweigeschossiger kalter Vorbau an. Die Wände des Erdgeschosses sind aus Ziegeln auf einem Bruchsteinsockel gefertigt, die des Obergeschosses aus Rundhölzern, die „in die Pfote“ geschnitten und mit profiliertem Holz verkleidet sind. Das Dach ist ein vierseitiges, metallisches Satteldach mit einer Sparrenkonstruktion. Im Gebäude gibt es einen Keller. Die Dekoration des Hauses kombiniert Elemente traditioneller Volksarchitektur und professioneller Architektur des 20. Jahrhunderts.
Die Fassaden des Hauses sind asymmetrisch. An der Südseite sticht der fünfeckige Balkon des zweiten Stocks hervor, der mit einer Kuppel und einem Spitzdach bedeckt ist und von kräftigen Stützen getragen wird, die den Haupteingang (der heute in ein Fenster umgewandelt wurde) visuell betonen. An der Westfassade befindet sich ein Vorbau des zweiten Eingangs mit einem Vordach, das im Stil des Balkons gestaltet ist.
Die Dekoration des Erdgeschosses ist schlicht. Eine horizontale Leiste verläuft am unteren Rand der Fensteröffnungen, die von Ziegelrahmungen umgeben sind. Der obere Rahmen ist mit einem Schlussstein verziert. Den Ziegelteil krönt ein Gesims mit geringem Überstand und einem Band aus kleinen Ziegeln.
Im zweiten Stock umfasst die Dekoration traditionelle pflanzliche Ornamente. Die Fenster des zweiten Stocks sind gleichmäßig angeordnet und von Rahmungen mit profiliertem, keilförmigem Abschluss umgeben, die mit aufgesetztem und durchbrochenem Schnitzwerk verziert sind. Pilaster, ein Fries und ein traditionelles Gesims mit dreiteiliger Gliederung ergänzen die Dekoration des Holzbereichs der Fassade. Die südlichen und westlichen Fassaden sind mit Giebeln mit einer „Sonnen“-Rosette akzentuiert.
Im Inneren sind runde Öfen erhalten geblieben, an den Decken des zweiten Stocks, dekorative Stuckrosetten und -bögen. Das Grundstück des Gebäudes ist mit einer Ziegelmauer mit einem schmiedeeisernen oberen Abschluss umgeben. An der Westfassade schließt sich ein metallisches Tor mit einem bogenförmigen Abschluss und schmiedeeisernen Elementen an.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.