Die Villa an der Kreuzung der Glazowskij und Deneschnoj Gassen wurde 1905 nach einem Entwurf des Architekten S.S. Kuschinskij für die wohlhabenden Fabrikanten Peter Alexandrowitsch und Nikolai Petrowitsch Pawlow, Eigentümer der "Gesellschaft der Manufakturen, gegründet von I.I. Skworzow", errichtet. Dieses zweigeschossige Herrenhaus, geschmückt mit einer eleganten Kuppel und verkleidet mit zweifarbigen Keramikfliesen, ist ein leuchtendes Beispiel für die Architektur im Jugendstil. Sein Erscheinungsbild wird durch einen Erker mit originaler Verglasung aus genietetem Metall ergänzt.
Die "Gesellschaft der Manufakturen, gegründet von I.I. Skworzow", deren Eigentümer die Pawlows waren, wurde 1897 gegründet, aber die Geschichte der Manufakturen Skworzow-Pawlow reicht bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Ivan Nikititsch Skworzow begann als Erster mit der handwerklichen Herstellung von Stoffen, und sein Sohn, Ivan Ivanowitsch, gründete im Dorf Sereda in der Provinz Kostroma die erste mechanische Weberei zur Produktion von Mitkal, einem groben Baumwollstoff, der für Batist und Musselin verwendet wurde. Später erwarb er eine weitere Fabrik im benachbarten Dorf Pissowo.
Nach dem Tod von I.I. Skworzow ging das Geschäft an seine Tochter Matrena Ivanowna und ihren Ehemann Peter Alexandrowitsch Pawlow über. Matrena Ivanowna modernisierte die Fabriken und erweiterte die Produktion, während sie weiterhin wohltätige Aktivitäten betrieb. Neben dem Krankenhaus und dem Tempel, die ihr Vater gebaut hatte, finanzierte sie den Bau einer Schule an der Fabrik und eines weiteren Tempels. Der letzte Eigentümer der Fabriken war Nikolai Petrowitsch Pawlow, ein wirklicher Staatsrat und Direktor der Gesellschaft. Unter seiner Leitung expandierte die Produktion und wurde vor der Revolution zu einem der führenden Webunternehmen in Mittelrussland.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zogen die Pawlows es vor, in Moskau zu leben, wo für sie das Herrenhaus in der Glazowskij Gasse erbaut wurde. Nach 1917 wurde es nationalisiert und für administrative Zwecke genutzt. Seit 1963 befindet sich hier das Informationszentrum der Vereinten Nationen (UN) in Moskau.
Die Villa ist ein Objekt des kulturellen Erbes.
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